Strelitzer zeigen sich kreativ
Reif für einen Spitzenplatz in der Bastelliga

Karen-Marie Klip (rechts) hat das Quilling populär gemacht. Beim Kreativen Frühlingstag in Neustrelitz war die Dänin eine gefragte Adresse.
Karen-Marie Klip (rechts) hat das Quilling populär gemacht. Beim Kreativen Frühlingstag in Neustrelitz war die Dänin eine gefragte Adresse.
Marlies Steffen

Bekannt ist sie in Indien, Polen und noch so manchem anderen Land. Dass die dänische Designerin und Quilling-Erfinderin Karen-Marie Klip nun höchst persönlich nach Neustrelitz kam, hat einen guten Grund.

Gäbe es eine Bastelliga, würden die Strelitzer vermutlich ziemlich weit oben mitmachen. Sie sind begabt, interessiert, neugierig, fleißig. Kurzum: „Sie sind tüchtig!“ Ein hohes Lob kommt da aus berufenem Munde: Die Dänin Karen-Marie Klip ist so etwas wie die Grande Dame im Quilling – einer speziellen Handarbeitstechnik, bei der aus Papierstreifen allerlei schöne Dinge entstehen.

Die Dänin hat der Handarbeitstechnik ein neues Design gegeben, ihre Internetseite ist in den vergangenen drei Jahren fast eine Million Mal geklickt worden. Interessierte meldeten sich sogar aus Indien. Und in Neustrelitz wiederum hat Katrin Rauchmann, Betreiberin des Geschäfts „Hobbyland“, viel dafür getan, Quilling populär zu machen.  So war es nun Karen-Marie Klip die Sache wert,  zum 6. Kreativen Frühlingstag in die Residenzstadt zu reisen und zu schauen, wie hier die Menschen „quillen“.

Fast 1000 Besucher basteln mit

Mehr als ein Dutzend weiterer Kreativ-Anbieter aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg stellten sich in der Strelitzhalle vor - zur Freunde von fast 1000 Besuchern. Uwe Wrosch war einer der männlichen Kreativen. Er sei auf allen Bastelstrecken zu Hause, könne überdies häkeln und stricken, bekannte er beim Quillen einer grün-lilafarbenen Blüte. Martin Gambke aus der Nähe von Crivitz begeistert sich ebenfalls für diese Form der Handarbeit. Das war ihm sogar die Anfahrt nach Neustrelitz wert.

Elisa Meinke aus Fürstensee und Sophie Rosenberg aus Neustrelitz gehörten zu den jüngeren Gästen. Die beiden Mädchen umgarnten geduldig eine Styropor-Kugel mit Filz, später bekam das Ganze noch einen Satz Ohren, zwei Kulleraugen und eine lustige Mümmelnase – fertig war der Osterhase. Für Petra Grigat, die mit ihrem Kreativgeschäft  „Pommernstube“ aus Zingst nach Neustrelitz kam, ist Geduld übrigens eine wichtige Grundlage für die Bastelei. Wer sich keine Zeit nehmen und sich nicht in die Arbeit vertiefen kann, wird keine Freude haben, bekannte sie.

Gastgeberin Katrin Rauchmann, die den Kreativen Frühlingstag vor sechs Jahren nach Neustrelitz geholt hatte, freute sich verständlicherweise über die vielen Besucher und das rege Basteltreiben an den vielen ­Aktionsständen. Und die aller­meisten Besucher gingen nicht mit leeren Händen nach Hause.