Drei Aufgänge evakuiert

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17 Verletzte nach Brand in Neustrelitz

Ein Kellerbrand in Neustrelitz rief heute Vormittag Feuerwehr, Sanitäter und Polizei auf den Plan.
Ein Kellerbrand in Neustrelitz rief heute Vormittag Feuerwehr, Sanitäter und Polizei auf den Plan.
Martina Borchardt

Die Feuerwehr und ein Großaufgebot an Sanitätern waren am Montagvormittag im Neustrelitz-Kiefernheide im Einsatz. Im Keller eines Wohnblocks war ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehren aus Neustrelitz und Altstrelitz wurden heute Vormittag alarmiert. In einem Keller eines Mietshauses im Pablo-Neruda-Ring in Neustrelitz hat es gebrannt. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, hieß es gegen Mittag von der Polizei. Die Brandursache sei bislang noch unklar. Vor dem Ausbruch des Feuers wollen Zeugen einen Knall gehört haben, so die Polizei weiter.

Die Feuerwehr pmumpe das Löschwasser wieder aus dem Keller, damit die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen können. 17 leicht verletzte Personen mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vor Ort behandelt werden. Die Rettungskräfte evakuierten in dem Wohnhaus die Bewohner von insgesamt drei Aufgängen.

"Ich hatte zwar einen Brandgeruch war genommen, mir aber nichts dabei gedacht und nur die Fenster zugemacht. Kurze Zeit später stand die Feuerwehr an der Wohnungstür und holte mich raus", berichtete Philipp Rudolph. "Ich hatte nur noch kurz Zeit das nötigste wie Ausweis und Portmonee mitzunehmen. Zeit zum Schuhe anziehen blieb nicht mehr. Deswegen bin ich mit Badelatschen raus. Inzwischen geht es mir aber wieder gut."

Anwohner dürfen noch nicht in Wohnungen zurück

Die Feuerwehren konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und löschen. "Es hat das Inventar eines Kellers gebrannt", berichtete Gruppenwehrführer Norbert Bürger. Wie es zu dem Brand kam und was genau brannte, steht zur Zeit noch nicht fest.

Die Anwohner dürfen vorerst noch nicht zurück in ihre Wohnungen. "Wir haben es so organisiert, dass sie erst einmal bei Freunden und Verwandten unterkkommen", sagte Ronny Müller, Ehrenamtskoordinator des DRK.

Innerhalb kurzer Zeit ist es der zweite derartige Fall in der Stadt. In der Vorwoche mussten nach einem Brand in der Rudower Straße sechs Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden.