STRAßENKUNST

Riesengroßes Pflasterbild in Neustrelitz

Straßenmalerin Marion Ruthardt hat die Schlosskirche aufs Pflaster gemalt. Entstanden ist ein Bild voller Magie.
Matthias Schütt Matthias Schütt
Straßenmalerin Marion Ruthardt malte ein dreidimensionales Bild von der Schlosskirche auf das Pflaster der Strelitzer Straße.
Straßenmalerin Marion Ruthardt malte ein dreidimensionales Bild von der Schlosskirche auf das Pflaster der Strelitzer Straße. Matthias Schütt
Neustrelitz.

Die Residenzstadt ist um ein neues, temporäres Kunstwerk reicher. Metergroß und unübersehbar prangt es auf den Pflastersteinen in der Strelitzer Straße. Am vergangenen Wochenende stellte die Straßenmalerin Marion Ruthardt das dreidimensionale Kunstwerk fertig – es ist ein Abbild der Neustrelitzer Schlosskirche.

Ein Steg ins Bild integriert

Das neugotische Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert von Friedrich Wilhelm Buttel gebaut, der im November vor 150 Jahren starb. „Es ist wichtig, sich das Werk von einem zentralen Fluchtpunkt aus anzugucken“, so die Duisburger Künstlerin, die knapp eine Woche zur Fertigstellung brauchte. „Aufgrund der Witterung hatte sich alles etwas verzögert.“

Nach diversen Berechnungen und Vorzeichnungen, von einem zentralen Punkt ausgehend, in dem sich alle Linien wiederfinden, konnte es im Anschluss mit der Farbe an die Details gehen. Zudem wurde eine Art Steg in das Kunstwerk integriert, auf den sich die Leute stellen und fotografieren lassen können. So entstehen ganz besondere Erinnerungsfotos, erklärte Stadtsprecherin Petra Ludewig. Während der Arbeiten hatte Marion Ruthardt etliche Fragen zu ihrem Kunstwerk zu beantworten. „Sehr interessante Arbeit“, stellte ein Passant fest.

Kunstwerk ist wasserfest

In Neustrelitz ist es seit einigen Jahren Tradition, dass zum Start in die Tourismussaison ein Bild auf die Strelitzer Straße gemalt wird. Da passte es am vergangenen Wochenende, dass das traditionelle Ansommern mit zahlreichen Besuchern aus Berlin und Brandenburg stattfand. In den vergangenen Jahren hatte Frederike Wouters aus Kevelaer in Nordrhein-Westfalen die Fußgängerzone verschönert.

Während der Fertigstellung wies Marion Ruthardt darauf hin, dass das Kunstwerk wasserfest und längere Zeit zu sehen sei, sich aber mit der Zeit abnutzen werde. Wer es in seiner ganzen Pracht bestaunen möchte, sollte also nicht lange zögern.

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