Abgemagert und verängstigt
Roxy nach 17 Tagen wieder zu Hause

Die kleine Roxy hat sich 17 Tage lang allein durchgeschlagen. Jetzt ist sie wieder zu Hause. Foto: Privat
Die kleine Roxy hat sich 17 Tage lang allein durchgeschlagen. Jetzt ist sie wieder zu Hause. Foto: Privat
privat

Was sich in Friedrichshof ereignet hat, grenzt an ein Wunder. Die verschwundene Bürgermeisterhündin wurde gefunden. Sie hat sich offenbar zweieinhalb Wochen allein durchgeschlagen.

Kleines Wunder in Friedrichshof: 17 Tage war sie weg, jetzt ist Roxy, der Familienhund des Blumenholzer Bürgermeisters Gert Schock, wieder zu Hause. Die kleine Hündin wurde abgemagert aber scheinbar gesund in der Ruine der Wanzkaer Mühle gefunden, rund zehn Kilometer Luftlinie von ihrem Zuhause entfernt.

Sie hat sich in der Ruine versteckt

Jäger Freimut Molkentin und seine Frau entdeckten das Tier am Nachmittag des 27. Januar vor dem Gebäuderest. „Sie haben versucht, sie zu locken, aber sie ist weggelaufen und hat sich in der Ruine versteckt. Daraufhin haben sie uns sofort angerufen”, berichtete Gert Schock am Montag. Mit seinem Schwiegersohn fuhr der Bürgermeister sofort zum Fundort – und siehe da, der Hund war vor dem zerfallenen Gebäude anzutreffen. Merkwürdig: Anstatt freudig auf seine Familie zuzulaufen, versteckte sich das Hündchen zunächst. „Sie war verängstigt, muss wohl ein schlechtes Erlebnis gehabt haben.” Doch bald fasste Roxy wieder Vertrauen, ließ sich auf den Arm nehmen und ins Auto tragen.

Abgemagert, aber gesund

Die Freude war riesig, als das verschollene Familienmitglied nach Hause kam. „Die Enkelkinder standen Spalier. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und dann so eine Überraschung”, berichtet Gert Schock. Die Hündin bekam Futter, Streicheleinheiten und ein warmes Plätzchen. „Sie bleibt jetzt erst einmal drinnen, bis sie sich erholt hat. Sie frisst ganz normal, besteht nur aus Haut und Knochen, wirkt aber ansonsten gesund. Wir fahren heute vorsichtshalber trotzdem mit ihr zum Tierarzt.” Als nächstes will die Familie den Zaun abdichten, damit sich Roxy nicht nochmal verläuft.

Verschwinden bleibt rätselhaft

Was am Abend des 10. Januar passierte, an dem Roxy von dem Grundstück in Friedrichshof verschwand, bleibt ein Rätsel. Bis zu diesem Tag war die Zweijährige noch nie weggelaufen. Auch die Frage, wovon sie sich ernährt hat, bleibt ungeklärt. Unmittelbar nach ihrem Verschwinden hatte die Familie eine große Suchaktion gestartet, jeden Tag die Umgebung durchkämmt, den Nordkurier informiert. „Es gab viele Tipps und Hinweise von Leuten, die sie gesehen haben. Einmal soll sie einem hellen Auto hinterhergelaufen sein.” Die Familie bedankt sich bei allen Helfern, besonders bei Freimut Molkentin aus Prillwitz und Familie Kinderer aus Blumenholz-Nebendorf.