:

Ruinen-Landschaft gammelt weiter

Die Stadt Neustrelitz möchte die Ruinen mit Hilfe von Fördermitteln beseitigen. Doch die Gewerbebrache befindet sich noch immer nicht in ihrem Besitz.
Die Stadt Neustrelitz möchte die Ruinen mit Hilfe von Fördermitteln beseitigen. Doch die Gewerbebrache befindet sich noch immer nicht in ihrem Besitz.
Anett Seidel

Es ist ein Teufelskreis. Die Ruinen auf dem Spiegelberg-Gelände verfallen. Die Stadt Neustrelitz möchte das Areal übernehmen, um die maroden Gebäude abreißen zu können. Dafür könnte es Fördermittel geben. Die sind aber an eine Bedingung geknüpft.

Noch immer ist unklar, wann die Gewerbebrache Kleiner Spiegelberg mit der Ruinen-Landschaft ins Eigentum der Stadt übergehen kann. Das Eigentum aber ist Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln aus dem Europäischen Programm für Regionale Entwicklung (EFRE). „Wir erwarten in absehbarer Zeit den zweiten Projektaufruf“, sagt Karsten Rohde, Dezernent für Stadtentwicklung und Bau. Bis dahin müsse der Eigentümerwechsel vollzogen sein. Einen ersten Projektaufruf musste man im Rathaus bereits verstreichen lassen. Bereits im Frühjahr war Gelegenheit, Fördermittel aus dem EFRE-Programm zu beantragen. Aber auch da war die Stadt nicht Eigentümerin auf dem Spiegelberg.

Aktuell sei sie bei der Beantragung einer Nachlasspflegschaft beim Nachlassgericht, so Bürgermeister Andreas Grund. Zudem gehe man Hinweisen  nach, einen möglichen Verwalter der Liegenschaft ausfindig zu machen. Allerdings vertritt Bürgermeister Andreas Grund die Auffassung, dass der besagte Verwalter lediglich in den Jahren 2005/2006 aktiv war und damals plante, das Areal wirtschaftlich zu nutzen. Die Stadt habe den Verwalter auch angefragt, bis Mitte Juli aber keine Antwort bekommen. Er halte es auch für nicht sehr wahrscheinlich, dass noch eine Antwort eintreffen werde, sagte Bürgermeister Grund. Der Eigentümer ist vor mehr als zehn Jahren verstorben. Bislang konnten keine Erben ausfindig gemacht werden.