IM TIERHEIM

Rund 40 Hunde und Katzen brauchen ein neues Zuhause

Das Neustrelitzer Tierheim hat seine Türen geöffnet und gezeigt, wo Hilfe besonders notwenig ist. Sorgen macht besonders der kommende Winter.
Alexander Block Alexander Block
Rolf sucht ein neues Herrchen oder Frauchen.
Rolf sucht ein neues Herrchen oder Frauchen. Alexander Block
Führungen, eine Hüpfburg für Kinder und viele Tiere  gab es am Samstag im Tierheim zu entdecken.
Führungen, eine Hüpfburg für Kinder und viele Tiere gab es am Samstag im Tierheim zu entdecken. Alexander Block
Neustrelitz.

Das Neustrelitzer Tierheim lud am Wochenende zum Tag der offenen Tür auf sein Gelände in die Rudower Straße ein. Zahlreiche Besucher nutzten den Tag, um sich über die Arbeit der Tierschützer zu informieren. Neben Führungen und Kinderprogramm gab es auch einen Foto-Stand, an dem man sich mit seinem Haustier fotografieren lassen konnte. Zudem war ein Mitmachparcours des Penzliner Hundesportvereins aufgebaut.

Das Hauptaugenmerk lag aber natürlich auf den rund 40 Hunden und Katzen, die zurzeit im Tierheim leben. „Es sind nicht ganz so viele wie im vergangenen Jahr, weil wir weniger plötzliche große Fälle hatten“, sagt Tierheim-Leiterin Monique Schwarz. Vergangenes Jahr wurde zum Beispiel ein Gehöft bei Mirow geräumt. Auf einen Schlag musste sich das Neustrelitzer Tierheim um 17 neue Tiere kümmern. Normalerweise sind es viel weniger Vierbeiner, die gebracht werden.

Der scheue Cliff soll vermittelt werden

Vor Kurzem wurde zum Beispiel der kleine Mischlingsdackel Cliff abgegeben. „Wir suchen jemanden, der den Hund vielleicht kennt und sich um ihn kümmern kann, denn er hat seinen alten Besitzer verloren“, sagt Tierheim-Leiterin Monique Schwarz. Der Mischling ist zwölf Jahre alt, ist gesund und frisst gut. Nur in seiner Bewegung ist er ein bisschen eingeschränkt und hat ein wenig Scheu vor Menschen. „Wir bauen gerade ein bisschen Vertrauen zu ihm auf“, so Schwarz.

Auch Mischlingsrüde Rolf sucht einen neuen Besitzer. Zuvor lebte er bei einer alten Dame und ist sehr zutraulich. „Nur auf Kommandos hört er noch nicht ganz so gut“, sagt Schwarz. Der Rüde ist sechs Jahre alt und gut gepflegt. Auch sein Gesundheitszustand ist in Ordnung. Zudem hat das Tierheim noch ein Hunde-Doppelpack zu vergeben. Die beiden Jack Russel Hunde Betty und Chengis sind sechs und sieben Jahre alt. Beide sind sehr zutraulich und stubenrein. „Wir wünschen uns am liebsten, dass die beiden in eine Familie mit größeren Kindern kommen. Gut wäre auch, wenn die Familie ein Grundstück mit genügend Auslauf hat, damit sich die beiden austoben können“, sagt Schwarz. Die Hunde seien sehr verspielt, springen auch mal auf den Schoß und bräuchten viel Aufmerksamkeit.

Zwei Katzenwelpen sind abzugeben

Das Tierheim hat außerdem noch zwei acht Wochen alte Katzenwelpen abzugeben. Zwei weitere müssen noch geimpft werden und können dann zu einem neuen Besitzer. Die Tiere sind in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude, was zum Tierheim umfunktioniert wurde, untergebracht. Ende der 1990er Jahre wurde auf dem Gelände zudem eine weitere Zwingeranlage gebaut.

Sorgen bereitet dem Team der kommende Winter. „Wir haben in unseren Hundezwingern keine Heizung. Im letzten Winter sind zudem auch alle Wasserleitungen eingefroren, sodass wir immer überall das Wasser hintragen mussten. Gegen die Kälte haben wir die Hunde mit Heizmatten versorgt, aber das ist auf Dauer keine Lösung“, sagt Schwarz. „Uns fehlen aber die Mittel, um eine vernünftige Anlage zu bauen.“ Im besten Fall noch vor dem Winter. Die Tierpfleger sind zudem auf der Suche nach Pflastersteinen. „Wir richten gerade unsere Quarantänestation her und wollen dort den Auslauf pflastern, damit der Dreck nicht immer ins Haus gelangt“, so Schwarz. „Wir hoffen, dass sich jemand findet, der uns Steine zur Verfügung stellen kann“, sagt die Leiterin.

Noch Unterstützer gesucht

Rund 120 Mitglieder sind im Neustrelitzer Tierschutzverein organisiert. Einige helfen bei der Versorgung der Tiere und beim Saubermachen der Anlage. Auch gibt es viele sogenannte „Gassi-Geher“, die die Tiere täglich ausführen. Der Verein sucht aber immer auch neue Mitglieder, die sich aktiv einbringen. „Das kann jeder werden, der Tiere mag und auch mal an den Wochenenden Zeit hat“, sagt Schwarz.

zur Homepage