Juliana Drescher (rechts) von der Initiative „Natur im Garten“ hatte auf dem Gartenkulturfest alle Hände voll
Juliana Drescher (rechts) von der Initiative „Natur im Garten“ hatte auf dem Gartenkulturfest alle Hände voll zu tun, um dem Andrang an der Saatgut-Tauschbörse gerecht zu werden. Heike Sommer
Veranstaltung

Samen, Blumen und viel Grün – viel los beim Gartenkulturfest

Das Gartenkulturfest hat sich als Besuchermagnet entpuppt. Jung und Alt tummelte sich im Hof des Kulturquartiers und machte sich schlau zum Thema Klimaschutz.
Neustrelitz

Die häufigste Frage, die Madlen Kuhn Hagemann und Juliana Drescher an diesem Tag beantworten mussten, drehte sich um Schnecken. Die beiden Frauen von der Initiative „Natur im Garten“ waren mit ihrem Infostand zu Gast auf dem Gartenkulturfest im Hof des Kulturquartiers. An ihrer Saatgut-Börse war ständig Hochbetrieb. Schließlich ist der Mai der wichtigste Monat, um die Gartensämereien direkt in die Erde zu bringen. Doch auch an den vielen anderen Ständen herrschte munteres Treiben. Während der Nachwuchs Blumentöpfe oder Saatkugeln bastelte, tauschte sich die ältere Generation über biologisches Gärtnern, Imkerei und die Möglichkeiten, den Alltag ressourcenschonender zu gestalten, aus.

Das Kulturquartier hatte verschiedene Akteure eingeladen. Neben Wissensvermittlung ging es vor allem darum, die Leute zum Handeln zu ermuntern. „Alles fängt im Kleinen an. Es braucht nicht viel, um einen Garten insektenfreundlicher zu gestalten und somit zur Artenvielfalt beizutragen“, sagt Madlen Kuhn Hagemann. An ihrem Stand formte die neunjährige Mia eifrig Saatkugeln, die sie später im Garten ihrer Eltern verteilen möchte. Ringelblumen, Malve und andere blühende Überraschungen stecken in dem kleinen Erdball.

Mehr als 1000 Besucher

Madlen Kuhn Hagemann und ihre Kollegin von der Ini-tiative „Natur im Garten“ freuen sich über das riesige Interesse, das ihnen in Neustrelitz entgegengebracht wird. „Die Leute wollen wissen, wie sie ohne Gift gärtnern können und wie sie ihren Garten klimafit bekommen“, sagt sie. Doch auch für Besucher, die dem Gärtnern nur wenig abgewinnen, lohnte sich der Bummel über den Hof des Kulturquartiers. Wer wollten, konnte Imkern über die Schulter schauen, sich über die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) schlaumachen, beim Biolandwirt Brat- und Leberwurst kaufen oder einfach nur im Liegestuhl einen Kaffee genießen. Für geistiges Futter sorgte eine Vortragsreihe im Veranstaltungsraum des Kulturquartiers.

Zweimal musste das Gartenfest pandemiebedingt verschoben werden. Über den Tag verteilt zählten die Veranstalter aber nun schließlich mehr als 1000 Besucher, wie Dorothea Klein-Onnen vom Kulturquartier informiert. Das Fest war ein Gemeinschaftswerk von vielen regionalen Partnern. „Da immer mehr Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, insekten- und bienenfreundliches Gärtnern, Achtsamkeit oder Regionalität interessiert sind, wurde von den Gästen vielfach der Wunsch nach einer Wiederholung des Gartenkulturfestes im kommenden Jahr geäußert“, sagt sie.

zur Homepage