TOURISMUS-INVESTITION

Sanierung der Woldegker Mühlen soll bis zu 500.000 Euro kosten

In Woldegk stehen die Flügel der Ehlertschen Mühle schon länger still. Das soll nicht so bleiben. Und auch ein Informationszentrum soll modernisiert werden.
Die Ehlertsche Mühle ist dringend sanierungsbedürftig und auch das Info-Zentrum daneben muss umgebaut werden. F&uuml
Die Ehlertsche Mühle ist dringend sanierungsbedürftig und auch das Info-Zentrum daneben muss umgebaut werden. Für beides wird in Woldegk nach der besten Finanzierung gesucht. Nordkurier-Archiv
Woldegk.

Das ist eine echte Hausnummer: Die Stadt Woldegk hat einen Fördermittelantrag für die Sanierung seines touristischen Aushängeschildes, des Mühlenensembles, gestellt. Zwischen 400.000 und 500.000 Euro soll das Projekt kosten. Das jedenfalls ist Nordkurier-Informationen zufolge an Kosten veranschlagt. „Nach Möglichkeit möchten wir die gesamte Summe gefördert bekommen“, sagt Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD).

Die Stadtvertretung der Windmühlenstadt hat in ihrer jüngsten Sitzung einem Antrag auf Fördermittel zugestimmt. Wann und in welchem Umfang er bewilligt wird, ist derzeit aber nicht abzusehen. Das Geld soll aus dem sogenannten Leader-Programm zur Unterstützung des ländlichen Raums kommen. Möglichst in den kommenden zwei Jahren soll das Projekt umgesetzt werden können. Die ersten Haushaltsmittel sollen bereits für 2021 eingestellt werden.

Handlungsbedarf gibt es an dem denkmalgeschützten Ensemble auf dem Mühlenberg mit seinen drei Mühlen mehr als genug. Die Anlage ist nicht nur sanierungsbedürftig, die Präsentation auch nicht mehr zeitgemäß. Die Mängel an der Ehlertschen Mühle sind sogar so groß, dass sie derzeit stillgelegt ist. Probleme gibt es an der Haube, deren Umlauf nicht den arbeitsschutzrechtlichen Bedingungen entspricht, zudem dringt über undichte Schindeln immer wieder Feuchtigkeit in das Gebäude ein. Teils bestehen auch statische Probleme, Fenster und Türen sind verwittert. Der Putz weist zudem Wasserschäden auf und löst sich ab.

Zwei neue WC-Gebäude sollen gebaut werden

Ein zweites Sorgenkind ist das Infozentrum, das schon lange nicht mehr als solches genutzt wird. Es gleiche eher einem Abstell- oder Lagerraum, konstatiert der Bürgermeister. Das Informationszentrum, das sich in einem Gebäude rechts neben der Ehlertschen Mühle befindet, soll nunmehr so modernisiert werden, dass es auch seinem Namen alle Ehre macht. Dringend benötigt werden auf dem Mühlenberg auch zeitgemäße sanitäre Anlagen. Nach den Vorstellungen der Woldegker sollen sogar zwei WC-Gebäude errichtet werden. Ein größeres im unteren Bereich des Mühlenbergs, wo die Besucher ankommen, und ein kleineres an der Ehlertschen Mühle.

Ziel ist es, die Mühlen und die Stadt Woldegk sowie die weiteren Sehenswürdigkeiten der Umgebung wie das Zollhaus Göhren für die Tagestouristen interessanter zu gestalten. So sollen mehr Touristen angezogen und länger in der Region gehalten werden. Die Sanierung soll abschnittsweise umgesetzt werden.

Bei der Ehlertschen Mühle handelt es sich um ein technisches Denkmal im Originalstand von 1886, das eigentlich als Schauanlage betrieben werden soll. Seit dem Jahr 2008 führt die Stadt Woldegk den Titel Windmühlenstadt. Insgesamt stehen in dem Ort noch fünf Windmühlen.

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