WASSER-TOURISMUS

Schleusen nahe Wesenberg bekommen neue Anlegestellen

Mehr als drei Millionen Euro investiert der Bund in neue „Parkplätze” für Boote an den Schleusen in Wesenberg und Canow.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Bagger und Kran gehen dieser Tage zunächst an der Anlegestelle des Canower Außenstandorts des Wasser- und Schifffah
Bagger und Kran gehen dieser Tage zunächst an der Anlegestelle des Canower Außenstandorts des Wasser- und Schifffahrtsamtes zu Werke. Die Sanierung der Bootsanleger am gegenüberliegenden Ufer wird folgen. Tobias Lemke
Wesenberg.

In der Mecklenburgischen Seenplatte hat der Bootsverkehr stark zugenommen. Das hat Auswirkungen auf die Bootswartestellen an den Schleusen, die nun in kürzeren Zeitabständen saniert werden müssen. Gerade erst wurden an der Wesenberger Schleuse die Anlegemöglichkeiten für Boote erneuert. Jetzt sind die Bootswartestellen an der Canower Schleuse in der Müritz-Havel-Wasserstraße dran.

Mitte September haben dazu die Bauarbeiten begonnen, so die Informationen aus dem Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg. „Aufgrund der gestiegenen Beanspruchung unterliegen die Ufer sehr hohen Belastungen“, erklärt Amtsleiter Burkhard Knuth. Denn nicht nur die absolute Zahl der Boote nehme auf den Wasserstraßen der Region zu, sondern insbesondere der Anteil größerer Sportboote.

Bis Ende April soll in den Vorhäfen gebaut werden

So wirken etwa vermehrt motorisierte Wasserfahrzeuge mit Bugstrahlruder auf die Uferbefestigungen ein. Zudem seien die vorhandenen Anlegemöglichkeiten vor und hinter der Schleuse in Canow begrenzt. Um die Sicherheit und Leichtigkeit des Sportbootverkehrs zu gewährleisten, müssen die dortigen Wartestellen erneuert werden, sagt Knuth.

Das soll in den nächsten Wochen und Monaten passieren. Die Bauarbeiten in den Vorhäfen der Canower Schleuse werden voraussichtlich bis Ende April kommenden Jahres ablaufen. Im oberen Vorhafen wird das Westufer auf circa 180 Metern in Spundwandbauweise als Senkrechtufer erneuert. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Sanierungsarbeiten im unteren Vorhafen. Hier wird das Nordufer auf rund 160 Metern ebenfalls in Spundwandbauweise als Senkrechtufer erneuert.

Die Bauarbeiten seien mit Bedacht in eine Zeit gelegt, in der wenig Sportboote auf den Kanälen unterwegs sind. Die geplanten Kosten für die Sportbootwartestellen an der Schleuse Canow liegen bei 2,2 Millionen Euro.

Zum Abschluss gekommen sind derweil die Bauarbeiten an den Bootsanlegern vor und hinter der Wesenberger Schleuse, die in der Oberen Havel-Wasserstraße liegt. Hier wurde den Sommer über gebaut. Es sei versucht worden, möglichst viel Rücksicht auf den Bootsverkehr zu nehmen, heißt es aus der Wasserstraßenverwaltung.

Sanierung in Wesenberg wurde vorgezogen

Dabei dürfte den Bauarbeiten entgegengekommen sein, dass auf den Kanälen der Mecklenburgischen Seenplatte wegen der Sperrung der Schleuse Zaaren weniger los war als üblich.

Die Sanierung bei Wesenberg war zunächst auch für den Herbst geplant, wurde dann aber vorgezogen. Die beiden Bootswartestellen in den Vorhäfen wurden für knapp eine Million Euro erneuert. Auch hier wurden Spundwände verbaut.

 

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