200.000 Euro
Schlossgärtnerei erhält Finanzhilfe vom Land

Vincent Kokert sicherte Magret Höppner das Fördergeld zu.
Vincent Kokert sicherte Magret Höppner das Fördergeld zu.
Robin Peters

Mit 200.000 Euro mehr kann das Neustrelitzer Rehabilitationszentrum mit dem Bau eines Sozialgebäudes beginnen. Die Konstrukteure stehen vor einer Herausforderung.

Mit kräftiger Unterstützung vom Land ist es der Schlossgärtnerei Neustrelitz nun gelungen, die letzte fehlende Summe für den geplanten Bau eines Sozialgebäudes einzusammeln. Der Landtagsabgeordnete Vincent Kokert (CDU) hat dem Rehabilitationszentrum Neustrelitz als Betreiber am Mittwoch Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro zugesichert.

„Ich freue mich am meisten darüber, dass die Menschen hier unter vernünftigen Bedingungen arbeiten können“, sagt Kokert. Das Geld komme aus einem Topf zur Förderung regionaler Wirtschaft. Schließlich laufe die Schlossgärtnerei wirtschaftlich gut. Außerdem biete die Einrichtung Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung.

Rehabilitationszentrum investiert eine Million

Insgesamt investiert das Rehabilitationszentrum Neustrelitz nach eigenen Angaben eine Million Euro in das Projekt. „Ein großer Teil hatte uns noch gefehlt“, freut sich Magret Höppner, Geschäftsführerin des Rehabilitationszentrums Neustrelitz, über die Hilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter hier im Sommer und auch im Winter betreut werden können“, sagt sie. Derzeit müsse die Schlossgärtnerei nämlich über den Winter schließen. In dem neuen Sozialgebäude könnten die Menschen mit Behinderung zum Beispiel Adventsgestecke auf Bestellung anfertigen.

Geplant seien unter anderem Arbeitsräume, eine Kühlmöglichkeit für das Gemüse, Sanitäranlagen, ein Verkaufsstand, ein Lager sowie ein Therapieraum. Eine Rampe solle einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Statt den bisherigen sechs bis acht Mitarbeitern sollen in Zukunft 13 Menschen in der Schlossgärtnerei arbeiten können.

Sozialgebäude wird kleiner als geplant

Über etwa 30 Meter erstrecke sich das künftige Gebäude – weitaus kleiner als ursprünglich angedacht: „Wir haben die Größe immer weiter reduziert, damit wir es uns leisten können“, sagt Höppner. Schon seit dem Jahr 2010 laufe die Planung.

Der Bau stellt die Konstrukteure jedoch vor große Herausforderungen: Das Gebäude müsse laut Höppner auf Pfählen gegründet werden, weil auf dem Baugrund ursprünglich der Zierker See verlief. Dennoch könnten die Arbeiten schon bald starten. Sobald der Frost im nächsten Jahr vorüber ist, solle mit dem Setzen der Pfähle begonnen werden.

Das will sich auch der Abgeordnete Vincent Kokert nicht entgehen lassen: „Beim ersten Spatenstich würde ich gerne dabei sein“, sagt er. Doch der CDU-Landesfraktionsvorsitzende hat noch ein weiteres Anliegen: „Ich wünsche mir, dass die Baukosten im geplanten Rahmen bleiben.“