:

Schlossgarten kommt Neustrelitz teuer zu stehen

Allein die Pflege des sanierten Schlossgartens schlägt jährlich mit 75 000 Euro Mehrkosten zu Buche.
Allein die Pflege des sanierten Schlossgartens schlägt jährlich mit 75 000 Euro Mehrkosten zu Buche.
Foto: Tobias Lemke

Das Neustrelitzer Geldsäckel ist in diesem Jahr noch halbwegs gut gefüllt. Für die kommenden Jahre sieht es allerdings ziemlich düster aus. Dabei hat die Stadt schon ordentlich Schulden abgebaut.

225,32 Euro pro Einwohner bekommt die Stadt Neustrelitz in diesem Jahr als anteilige Einkommenssteuer durch das Land zugewiesen. Doch die Bürger haben von der Zuweisung nur indirekt etwas. Der Haushalt für das laufende Jahr bescheinigt der Residenzstadt noch ein vergleichsweise anständig gefülltes Geldsäckchen. Immerhin ist er ausgeglichen, mit einem Umfang von 31,5 Millionen Euro.

Aber vergleichsweise positiv sieht es nur noch in diesem Jahr aus. Da stehen mehr Zuweisungen vom Land an, die Stadt hat zudem in den vergangenen Jahren gut gespart und ihre Zinsaufwendungen halbiert. Auf der anderen Seite stehen aber auch weniger Zinseinnahmen aus dem Ersparten sowie Mehrausgaben in vielen Bereichen – insgesamt 700 000 Euro.

So fallen allein für die Pflege des in großen Teilen sanierten Schlossgartens 75 000 Euro Mehrkosten an. Auch die Schulen brauchen – bedingt durch Sanierungsarbeiten – rund 65 000 Euro mehr. Gestiegen sind auch die Personalkosten.

Stadt will bis 2020 schuldenfrei sein

Immerhin wird auch in diesem Jahr nicht an der Steuerschraube gedreht. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Ohnehin aber liegt die Stadt Neustrelitz mit ihren Bemessungs­grundlagen schon seit Jahren über dem Landesdurchschnitt für kreisangehörige Gemeinden.

Neue Kredite sollen in diesem Jahr nicht aufgenommen werden. Wohl aber sollen Schulden weiter abgebaut werden. Bis 2020 will die Stadt schuldenfrei sein, ak­tuell gibt es noch Verbindlichkeiten von rund 1,6 Millionen Euro.

Leider nehmen aber nicht nur die Schulden ab, auch mit dem Ersparten wird es immer schwieriger. Aktuell verfügt die Stadt über eine Rück­lage von rund 15,7 Millionen Euro. Darauf wird allerdings auch in diesem Jahr zurückgegriffen werden müssen. Es ist eine Entnahme von rund vier Millionen Euro geplant.