KONZEPT FÜR WALDGEBIET

Schlosskoppel soll in Zukunft wieder glänzen

Die Tage holpriger Wege und morscher Bänke sind in dem Neustrelitzer Naherholungsgebiet wohl gezählt. Der Stadtvertretung liegt nun ein Gestaltungs-Konzept zur Abstimmung vor.
Seit drei Jahren ist der Jungfernsteig in der Schlosskoppel gesperrt. Auch andere Wege in dem Naherholungsgebiet sind unzug&au
Seit drei Jahren ist der Jungfernsteig in der Schlosskoppel gesperrt. Auch andere Wege in dem Naherholungsgebiet sind unzugänglich. NK-Archiv
Neustrelitz.

Nun liegt das überarbeitete Konzept zur Nutzung der Schlosskoppel für Tourismus und Naherholung den Neustrelitzer Stadtvertretern zur Beratung und Abstimmung vor. Der ursprüngliche Plan wurde im Herbst vorigen Jahres vorgestellt und erntete manche Kritik. Das Konzept rief sogar eine Initiative „Naturwald Schlosskoppel“ auf den Plan. Diese mahnte zu mehr Zurückhaltung bei der Gestaltung und Bewirtschaftung der Schlosskoppel. Wichtigstes Anliegen: die Koppel als einen über Jahrzehnte gewachsenen, naturnahen Mischwald zu erhalten.

Dem ist die Stadt im Großen und Ganzen nachgekommen. In einem 35-seitigen Dokument wird nun dargelegt, was in den kommenden vier Jahren an Veränderungen in der Schlosskoppel vorgenommen werden soll und mit welchem finanziellen Aufwand zu rechnen ist.

Konzept umfasst Arbeiten für mehrere Jahre

Dass da ein großes Stück Arbeit vor der Stadt liegt, dürfte jedem klar sein. Denn immerhin umfasst die Schlosskoppel ein bewaldetes Areal von rund 50 Hektar. Verschiedene Rad- und Wanderwege durchziehen das Gebiet. Vieles von dem, was vor Jahren angelegt wurde, ist nun in einem jämmerlichen Zustand, wie in dem Konzept dokumentiert ist. Bänke, Brücken, Pfade, Infotafeln müssten erneuert werden. Schon seit Jahren sind einige der beliebten Ausflugsziele in der Schlosskoppel nicht mehr zu erreichen. Zum Ärger vieler Neustrelitzer gibt es beispielsweise keinen Zugang mehr zur Liebesinsel. Auch andere Attraktionen wie Borkenhaus und Hobebrunnen haben an Glanz verloren.

Sturmschäden haben Priorität

Das soll sich mit dem neuen Konzept ändern. Neben den Gestaltungsvorschlägen – sie reichen von einer einheitlichen Beschilderung des wieder hergestellten Wegenetzes bis hin zur Sanierung des Franzosensteges und des Borkenhauses – enthält das vorgelegte Konzept auch eine lange Aufgabenliste, die bis ins Jahr 2024 reicht. Ganz oben auf der Liste steht für dieses Jahr die Sturmschädenbeseitigung. Die Liste endet mit dem Punkt „Zertifizierung zum Erholungswald“ im Jahr 2024. In der Zwischenzeit stehen Aufgaben an wie die Reparatur maroder Brücken, die Herrichtung des Tabula Rastplatzes und eines barrierefreien Rundweges, die Schaffung von Park- und Haltemöglichkeiten und vieles mehr. Insgesamt rechnet man mit Gesamtkosten von rund 173 000 Euro für die Realisierung des Plans.

Die Stadtvertretung Neustrelitz entscheidet am 18. Juni bei ihrer öffentlichen Sitzung über das Konzept.

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