KONTAKT IN DEN ORBIT

Schüler telefonieren ins All - Wie ist das mit dem Duschen?

Es war ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein riesengroßer für die 20 Schüler, die live mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst Kontakt aufnahmen und ihn mit Fragen löcherten. Alles ging glatt, bis kurz vor Schluss als plötzlich der Kontakt abbrach...
Christine Klose Christine Klose
Saskia hatte es am schwersten, denn sie stellte Astronaut Alexander Gerst die erste Frage. Doch trotz Lampenfiebers meisterte die Neustrelitzer Gymnasiastin ihre Aufgabe ohne Versprecher.
Saskia hatte es am schwersten, denn sie stellte Astronaut Alexander Gerst die erste Frage. Doch trotz Lampenfiebers meisterte die Neustrelitzer Gymnasiastin ihre Aufgabe ohne Versprecher. Christine Klose
Geduldig warten die zwanzig Schüler vor dem Schüler-Lab darauf, dass sie rein dürfen, um Alexander Gerst ihre Fragen zu stellen.
Geduldig warten die zwanzig Schüler vor dem Schüler-Lab darauf, dass sie rein dürfen, um Alexander Gerst ihre Fragen zu stellen. Christine Klose
Wolfgang Andree, Leiter des DLR_Project_Lab, nimmt den ersten Kontakt zur ISS auf.
Wolfgang Andree, Leiter des DLR_Project_Lab, nimmt den ersten Kontakt zur ISS auf. Christine Klose
In einer Reihe warteten die zwanzig Schüler geduldig darauf endlich ans Mikro zu dürfen, um Alexander Gerst ihre Frage zu stellen.
In einer Reihe warteten die zwanzig Schüler geduldig darauf endlich ans Mikro zu dürfen, um Alexander Gerst ihre Frage zu stellen. Christine Klose
Catherina ist eine von drei Neubrandenburger Mädchen, die Alexander Gerst eine Frage stellen durfte. Foto: Christine Klose
Catherina ist eine von drei Neubrandenburger Mädchen, die Alexander Gerst eine Frage stellen durfte. Christine Klose
Ingo Goltz (hinten) guckt noch einmal genau hin bevor es los geht.
Ingo Goltz (hinten) guckt noch einmal genau hin bevor es los geht. Christine Klose
Lena ist gerade einmal zwölf Jahre alt und schon ein Funk-Profi. Die Neubrandenburgerin stellte Alexander Gerst ohne einen Versprecher ihre Frage. Foto: Christine Klose
Lena ist gerade einmal zwölf Jahre alt und schon ein Funk-Profi. Die Neubrandenburgerin stellte Alexander Gerst ohne einen Versprecher ihre Frage. Christine Klose
Saskia wartet darauf, dass sie Alexander Gerst ihre Frage stellen kann. Die Neustrelitzer Nehru-Schülerin war kurz davor die Ruhe selbst. Foto: Christine Klose
Saskia wartet darauf, dass sie Alexander Gerst ihre Frage stellen kann. Die Neustrelitzer Nehru-Schülerin war kurz davor die Ruhe selbst. Christine Klose
Leon stellte seine Frage, dann war alles vorbei: Es rauschte und der Funkkontakt brach ab.
Leon stellte seine Frage, dann war alles vorbei: Es rauschte und der Funkkontakt brach ab. Christine Klose
Die 35 Schüler, die am UFO-Projekt teilnehmen durften, klatschten nach dem erfolgreichen Funken mit Alexander Gerst Beifall. Alle waren von dem einmaligen Erlebnis überwältigt. Foto: Christine Klose
Die 35 Schüler, die am UFO-Projekt teilnehmen durften, klatschten nach dem erfolgreichen Funken mit Alexander Gerst Beifall. Alle waren von dem einmaligen Erlebnis überwältigt. Foto: Christine Klose Christine Klose
Neustrelitz.

Einmal im Leben mit einem Astronauten reden, live und während er gerade im All ist. Für die meisten Menschen ein Traum, der sich wohl nie erfüllen wird. Für 20 Mädchen und Jungen ist er wahr geworden: Denn im Neustrelitzer Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dürfen sie Alexander Gerst, der sich gerade auf der Internationalen Raumstation ISS befindet, live mit Fragen löchern. Eigentlich ein Grund zur Aufregung, aber die Schüler aus Neustrelitz, Neubrandenburg, Parchim und Schwerin sind ganz entspannt.

Saskia allerdings spielt nervös mit ihren Händen, denn die 15-jährige Neustrelitzer Gymnasiastin ist heute die Erste, die mit Alexander Gerst redet. „Hoffentlich kippe ich nicht um“, sagt sie. Schließlich rede man nicht jeden Tag mit einem Astronauten. Die Neuntklässlerin hat sich zusammen mit 16 anderen Jungen aus dem Carolinum seit Dezember auf den großen Tag vorbereitet. Dass sie die Henne im Korb ist, stört nicht. „Mir macht der Kurs total viel Spaß, die Jungs sind alle nett“, sagt sie.

Es knackt und rauscht

Mit zehnminütiger Verspätung ist die Verbindung endlich hergestellt: Wolfgang Andree, Leiter des DLR-Projektlabors, murmelt unverständliche Abkürzungen in sein Mikro. Es rauscht, die Sekunden ziehen sich wie Kaugummi, bis endlich die Antwort vom anderen Ende des Alls ertönt. Dann knackt und rauscht es, bis die Stimme von Alexander Gerst zu hören ist. Saskia tritt ans Rednerpult, sagt ihren Namen und stellt die erste Frage.

Zunächst sind die Antworten von Gerst nur schwer zu verstehen, die Verbindung offenbar nicht optimal. Aber wenig später ist der Astronaut klar und deutlich zu hören. Für einen Lacher sorgt der 15-Jährige Paul, als er fragt, wie das mit dem Duschen im Weltall sei. „Wir haben keine Duschen“, antwortet der Raumfahrer trocken. Als Leon als 15. an der Reihe ist, rauscht es plötzlich laut und Gerst ist kaum noch zu hören. Hastig verabschiedet er sich, bis der Kontakt vollständig abbricht. Die ISS ist außer Reichweite des Neustrelitzer Datenempfangs. Die fünf Schüler, die ihre Frage nicht loswerden konnten, sind nicht enttäuscht. Der 14-Jährige Florian hätte gerne seine Frage gestellt, aber der Neuntklässler aus der Neustrelitzer Nehru-Schule trägt es mit Fassung. Schulleiterin Carmen Hübner ist begeistert von der Veranstaltung. „Das Erlebnis kann den Schülern niemand nehmen“, sagt sie.

 

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