In nur zwei Tagen wurde der Dachstuhl unter Leitung von Sten Flashaar (hinten) errichtet. FIZ-Geschäftsführerin Katr
In nur zwei Tagen wurde der Dachstuhl unter Leitung von Sten Flashaar (hinten) errichtet. FIZ-Geschäftsführerin Katrin Lüttke und ihr Verwaltungsleiter Rainer Menzke schlugen den letzten Nagel ins Holz. Ulrich Krieger
Der Rohbau des Mehrgenerationenhauses in Feldberg nimmt Form an. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.
Der Rohbau des Mehrgenerationenhauses in Feldberg nimmt Form an. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. Ulrich Krieger
Richtfest in Feldberg

Schüler und Senioren freuen sich auf neues Mehrgenerationenhaus

Auf den Rohbau des künftigen Mehrgenerationenhauses in Feldberg haben die Zimmerleute in zwei Tagen den Dachstuhl gesetzt. Und wann folgt der Einzug?
Feldberg

Großen Auflauf gab es beim Richtfest des Feldberger Integrationszentrum (FIZ) im Zentrum von Feldberg. Das dort im Bau befindliche Mehrgenerationenhaus ist jetzt in seiner vollen Ausdehnung zu erkennen. Unter fachlicher Anleitung von Zimmermannsmeister Sten Flashaar schlugen FIZ-Geschäftsführerin Katrin Lüttke und ihr Verwaltungsleiter Rainer Menzke den letzten Nagel in das Gebälk. „Ich bin erstaunt, wie schnell die Zimmerleute diesen Dachstuhl errichtet haben. Nur zwei Tage haben sie gebraucht und wir können Richtfest feiern“, sagte Katrin Lüttke am Donnerstagnachmittag.

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Räume für Hortkinder im Obergeschoss

Große Aufregung herrschte während der Feier bei den Kindern. Schließlich werden die Hortkinder die ersten sein, die das Haus nach Fertigstellung beziehen. Immerhin sollen in dem Haus 50 neue Hortbetreuungsplätze entstehen. Die kleinen Gäste ließen sich denn auch nicht lange bitten, im Rohbau ihre künftigen Räume in Augenschein zu nehmen. Schnell waren die Mädchen und Jungen in der oberen Etage, wo sich die Horträume befinden. Noch braucht es viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie es später einmal hier aussehen wird, wenn Türen und Fenster eingebaut, der Fußbodenbelag verlegt und die Möbel aufgestellt wurden. Nach der Besichtigung gab es für die Kinder warme Getränke. Das war bei dem schlechten Wetter mit Temperaturen um die Null Grad und bei zeitweiligem Schneetreiben auch angebracht.

Ambulante Tagespflege geplant

Neben den Domizilen für die Kleinen entstehen in dem modernen Gebäude in der unteren Etage auch Räumlichkeiten für die ältere Generation. Bis zu 20 Senioren können dann dort pro Tag in der ambulanten Tagespflege betreut werden, informierte Katrin Lüttke. Weitere Plätze stehen für noch mobile ältere Leute zur Nutzung bereit.

Bau ist teurer geworden

Begonnen wurde mit dem Neubau im Februar dieses Jahres. Als Hauptauftragnehmer bekam die Neubrandenburger Firma Hoch+Tiefbau den Zuschlag, die weitere zehn Gewerke – alle aus Feldberg und der Region – mit einbezog. Die Baukosten verteuerten sich auf inzwischen auf 3,2 Millionen Euro. Und trotz aller Bemühungen verzögerte sich auch der Baufortschritt um rund zwei Monate. Corona, Probleme bei der Materiallieferung und auch der morastige Baugrund waren die Ursachen. Dazu wusste Verwaltungsleiter Rainer Menzke zu erklären: „Ohne die zusätzlich bis in Tiefen von 14 Metern eingebrachten 62 Betonpfähle hätten wir das Gebäude nicht stabil aufbauen können.“ Für das Bauvorhaben, das ursprünglich für 2,5 Millionen Euro realisiert werden sollte, stehen 1,8 Millionen Euro aus Fördermitteln der EU zur Verfügung. Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gibt noch mal 62 000 Euro dazu. Den Rest bringt das FIZ auf.

Beifall für Leitspruch

„Aus Steinen besteht unser Haus, wir füllen es mit Liebe aus“, gab Katrin Lüttke beim Richtfest einen Leitspruch aus, der mit viel Beifall bedacht wurde. Gleichzeitig drückte sie die Hoffnung aus, dass das Feldberger Mehrgenerationenhaus bis zum August des kommenden Jahres bezugsfertig sein wird.

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