EINSCHULUNG

Schulstarter in Woldegk lassen sich von Corona nicht beirren

Auf der Einschulungsfeier in Woldegk war an diesem Sonnabend alles ein bisschen anders – genauso wie es beim Schulstart am Montag sein wird.
Erstklässler Anton Hyna und sein Vater Maik Gerasch freuten sich, dass die Einschulung stattfinden konnte.
Erstklässler Anton Hyna und sein Vater Maik Gerasch freuten sich, dass die Einschulung stattfinden konnte. Robin Peters
Woldegk.

Zumindest die Jüngsten lassen sich von den vielen neuen Corona-Einschränkungen in den Schulen nicht aus der Spur bringen. Die wissbegierigen Erstklässler, für die jetzt ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt, haben offenkundig ganz andere Dinge im Kopf. So auch Anton Hyna, der am Samstag zusammen mit 29 anderen Kindern in Woldegk eingeschult wurde. Er freut sich ungebrochen aufs Rechnen. Immerhin hat der Schüler das schon ein wenig geübt.

Alexander Zuber, Schulleiter der Regionalen Schule mit Grundschule in Woldegk, startet dagegen mit gemischten Gefühlen in das Schuljahr. Schließlich kommen mit diesem Tag einige neue, von der Landesregierung vorgeschriebene Regeln auf die Schulen zu – wie die Einteilung der Schüler in unterschiedliche Gruppen. Zum Beispiel wurden auf dem Pausenhof in Woldegk abgetrennte Areale eingerichtet, damit sich verschiedene Altersgruppen nicht begegnen. Ob sich die Maßnahmen mit der erhofften Leichtigkeit durchsetzen lassen, muss sich laut Zuber in der nächsten Zeit erst bewähren. „Wir müssen abwarten, ob die Schüler das auch wirklich einhalten.” Bislang gibt sich Zuber jedoch optimistisch. „Ich denke, dass wir das hinbekommen.” Wichtig sei, dass der Unterricht überhaupt wieder in einer gewissen Normalität starte.

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Musik, Gedichte und Geschichten zum Mitmachen

Auch auf der Einschulungsfeier am Samstagmorgen bemühten sich die Organisatoren viele gewohnte Punkte im Rahmen der Möglichkeiten ins Programm einzubauen. Einzelne ältere Grundschüler begrüßten die Neuankömmlinge in der Sporthalle mit Musik, Gedichten und Geschichten zum Mutmachen. Ebenso bekam jeder Grundschüler ein Blümchen vom Schulleiter und eine Schultüte von den Eltern überreicht. Die beobachteten das Programm dieses Mal fast aus einer eigenen Lounge. Denn für jede Familie wurde in der Halle ein eigener kleiner, abgetrennter Bereich mit Stühlen ausgewiesen.

Damit sich die Halle trotz allem nicht zu sehr füllte, wurden zweimal hintereinander jeweils 15 Kinder eingeschult. Für gewöhnlich besuchen die Schüler dann eigentlich noch mit ihren Eltern den künftigen Klassenraum. Doch darauf musste laut Zuber in diesem Jahr verzichtet werden. Die Eltern dürften im Rahmen der Schutzmaßnahmen das Schulgebäude nicht betreten. An sie richtete Schulleiter Alexander Zuber in seiner Rede einen besonderen Wunsch: „Betrachten Sie die Schule nicht als Feind, sondern als Partner!” Er warb außerdem dafür, der Elternvertretung beizuwohnen und den Schulalltag aktiv mitzugestalten. Den Erstklässlern versuchte er dagegen, im Vorfeld etwas Druck von den Schultern zu nehmen: „Alles braucht seine Zeit. Manchmal dauert es etwas länger, aber das ist überhaupt nicht schlimm.”

Mehr Geld für die Grundschullehrer

Die Reduzierung des Programms schmälerte derweil nicht die Freude von Erstklässler Anton Hyna und seinen Eltern. Sein Vater Mike Gerasch äußerte sich erleichtert darüber, dass das Fest überhaupt stattfinden konnte. Denn das stand bekanntlich lange auf der Kippe.

Freuen durften sich übrigens auch die Lehrer an den Grundschulen. Denn ab sofort bekommen sie genauso viel Geld wie Lehrer an weiterführenden Schulen. Aus Sicht von Schulleiter Alexander Zuber ein längst überfälliger Schritt. Dennoch begrüßt er die Durchsetzung mit Wohlwollen. „Es passt ganz gut in die Zeit der erschwerten Arbeitsbedingungen.”

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Kommentare (1)

...auch die Gehälter der ErzieherInnen fair anzupassen. Die bekommen gut 1000 weniger als Grundschullehrer. Und das Risiko sowie zunehmende Belastungen durch Corona sind hier noch massiver gegeben!