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► Schwalben bekommen Nisthilfe am Zierker See

Naturschützer haben am Wochenende am Zierker See einen verloren gegangenen Brutplatz für geschützte Vögel neu hergerichtet. Und eine klare Ansage machten sie auch.
Derzeit ist die Nistunterlage noch sichtbar. Wenn das Schilf weiter wächst, werden die Schwalben im Verborgenen brüt
Derzeit ist die Nistunterlage noch sichtbar. Wenn das Schilf weiter wächst, werden die Schwalben im Verborgenen brüten können. Sie dürfen dabei nicht gestört werden. Ulrich Kriegrer
Nabu-Mitstreiter Andreas Köhnke beim Befüllen der Nistunterlagen.
Nabu-Mitstreiter Andreas Köhnke beim Befüllen der Nistunterlagen. Ulrich Krieger
Neustrelitz.

Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) vom Regionalverband Mecklenburg-Strelitz haben auf dem Zierker See Nistmöglichkeiten für Flussseeschwalben gebaut. „Dies ist die einzige Seeschwalbenart, die auch im Binnenland brütet. Ein Brutplatz, den es in der Nähe der Insel Helgoland auf dem Zierker See gab, ist leider weggefallen. Wir schaffen jetzt Ersatz“, sagt Nabu-Mitglied Reinhard Simon, der mit seinen Mitstreitern Andreas Köhnke und Martin Windt im Einsatz war.

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Die Männer brachten Sand und kleine Grasflächen auf die drei gut einen Quadratmeter großen Brutunterlagen. Somit wurden für die Ende April, Anfang Mai aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück erwarteten Flussseeschwalben beste Voraussetzungen geschaffen, um wieder auf dem Zierker See zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Reinhard Simon ist noch unsicher, wenn er sagt: „Dass diese Nistmöglichkeit schon gleich im ersten Jahr angenommen wird, hoffen wir sehr. Wenn es wirklich klappt, kann ich mir vorstellen, dass die dort groß werdenden Jungen von uns auch beringt werden. Damit wir noch mehr über das Leben dieser Vögel herauszufinden können.“

Neustrelitzer Firma hilft tatkräftig beim Nistplatzbau

Die jetzt etwa zehn Meter vom Ufer in der Nähe der Weißen Brücke noch sehr frei liegende Brutfläche wird im bald wieder hochwachsenden Schilf kaum noch sichtbar sein. „Das ist auch sehr wichtig, denn gestört werden dürfen die Flussseeschwalben beim Brüten nicht“, betonen die Naturschützer.

Der Bereich auf dem Zierker See war bisher von einer maroden Steganlage gekennzeichnet. Diese war in Pacht der Neustrelitzer Firma MMT (Mecklenburg-Strelitzer Montage- und Tiefbau GmbH). Im Rahmen notwendiger Abrissarbeiten dieser Stege kamen die Mitarbeiter mit den Naturschützern in Kontakt und schon war das Projekt zur Schaffung eines Nistplatzes geboren. Einige der alten Pfähle konnten sogar als Bauunterlage dienen. Selbst das Holzgestell fertigten MMT-Mitarbeiter. Für die aktive Mitarbeit der Baufirma bedankten sich die Nabu-Mitglieder ganz besonders und warten jetzt mit Spannung auf die Rückkehr der Flussseeschwalben und den Bezug der neu geschaffenen „Eigenheime“ für drei Brutpaare.

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