VOGELSCHUTZ

Schwalbenhaus in Wodegk bekommt Plakette

Bernhard Jarosch aus Woldegk gibt den Luftakrobaten ein Obdach. Dafür wurde er jetzt geehrt.
Martina Schwenk Martina Schwenk
Bald fliegen die jungen Schwalben aus.
Bald fliegen die jungen Schwalben aus. Martina Schwenk
Bernhard Jarosch hat den kleinen Stall extra für die Schwalben präpariert.
Bernhard Jarosch hat den kleinen Stall extra für die Schwalben präpariert. Martina Schwenk
Woldegk.

Ein Herz für Vögel, das hat Bernhard Jarosch aus Woldegk. Dazu gehören auch Schwalben. Für die Bemühungen, den Luftakrobaten ein Heim zu bieten, wurde der Woldegker am Montag vom Nabu mit einer Schwalbenplakette ausgezeichnet.

Seit rund 30 Jahren sind die Vögel hier willkommen. In letzter Zeit brüten zwei Paare regelmäßig im Garten von Familie Jarosch. Früher, als in der Nähe noch große Kuhställe betrieben wurden, gab es mehr von ihnen, weiß Bernhard Jarosch zu berichten. „Wo Tiere sind, sind auch Schwalben.“ Denn dort hält sich die Nahrung der Vögel auf: Insekten.

Jede Menge Hühner und Tauben

In Bernhard Jaroschs Garten laufen zwar keine Kühe über den Rasen, dafür jede Menge Hühner und Tauben. Einen kleinen Stall hat er für die Schwalben präpariert. Das Fenster steht offen, durch eine Luke können die Vögel ebenfalls hinein. Für den Nestbau sorgt Jarosch mit ausreichend Lehm und Holzspänen. Nachdem sich zwei Schwalbenpaare um ein altes Nest gestritten hatten, hängte der ehemalige Vogelzüchter zusätzlich ein nachgebautes Nest auf. Das war in diesem Jahr zwar besetzt, aber „die Jungen waren über Nacht weg.“ Vermutlich geräubert.

19 Jungschwalben auf dem Dach

Dafür gucken in einem anderen Nest mehrere Kleine putzmunter über den Rand. Bald werden sie es verlassen. Andere, die früher im Jahr geschlüpft sind, haben das bereits getan. Vor ein paar Tagen erst, berichtet Bernhard Jarosch, hat er auf dem Nachbardach eine Gruppe von etwa 19 Jungschwalben gesehen. „Es ist schon faszinierend, dass so ein kleines Herz bis nach Afrika und zurück fliegen kann.“

Die Schwalbenplakette will Bernhard Jarosch noch aufhängen. Wo, das ist aber die Frage. Vielleicht vorne an der Garage, wo sie jeder gut sehen kann.

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