Wildschweine im Wald. Jäger in der Seenplatte müssen ab sofort geschossene oder tot aufgefundene Tiere auf das Schwe
Wildschweine im Wald. Jäger in der Seenplatte müssen ab sofort geschossene oder tot aufgefundene Tiere auf das Schweinepest-Virus untersuchen lassen. Lino Mirgeler
Tierseuche

Seenplatte verschärft Maßnahmen gegen die Schweinepest

Besonders Jäger müssen sich jetzt auf die neuen Regelungen einstellen, die die Verwaltung am Donnerstag rausgegeben hat.
dpa
Seenplatte

Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte seine Vorsichtsmaßnahmen verschärft. Wie der Kreis am Donnerstag mitteilte, müssen ab sofort alle gefundenen oder geschossenen Wildschweine auf das Virus untersucht werden. Das sehe eine neue Verfügung vor.

Diese Maßnahmen waren bisher nur in jenen Teilen des Kreises nötig, die an Gebiete angrenzen, in denen die Seuche aufgetreten war. Außerdem forderte der Kreis alle Jäger auf, Gebiete mit Wildsauen noch intensiver auf tote Tiere hin – sogenanntes Fallwild – zu kontrollieren. Der Landkreis ist mit mehr als 5000 Quadratkilometern der größte in Deutschland und doppelt so groß wie das Saarland.

Schuhe reinigen und desinfizieren

Nach Kontakt mit toten Wildschweinen sei es zudem nötig, die Schuhe zu reinigen und zu desinfizieren sowie die Kleidung bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen, hieß es. Bei der Jagd eingesetzte Hunde seien von Zucht- und Mastbetrieben sowie privaten Schweinehaltungen fernzuhalten.

Im November war die Tierseuche erst bei einem Mastbetrieb in Lalendorf (Landkreis Rostock) und dann bei mehreren toten Wildschweinen im Nachbarkreis Ludwigslust-Parchim nachgewiesen worden. Die Seuche verläuft bei Schweinen tödlich, ist aber für Menschen ungefährlich.

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