Todkrank im Hopiz
Sein 80. Geburtstag ist ein kleines Wunder

Dierk Feldvoß im Gespräch mit Hospiz-Leiter Sascha Zwerg.
Dierk Feldvoß im Gespräch mit Hospiz-Leiter Sascha Zwerg.
Susanne Böhm

Als Dierk Feldvoß im Hospiz in Neustrelitz ankam, konnte er nicht einmal stehen. Nun kann er sogar feiern – einen besonderen Tag.

Dierk Feldvoß darf an diesem Donnerstag seinen 80. Geburtstag erleben – im Hospiz Luisendomizil in Neustrelitz. Dass er wieder fit genug ist für eine Feier, ist ein kleines Wunder, das er den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern in der Einrichtung verdankt. Und deshalb hat er sie alle eingeladen, um mit ihnen seinen Geburtstag zu verbringen und sich bei ihnen zu bedanken.

„Als ich am 14. September hier her kam, konnte ich nicht mal stehen. Hier im Hospiz habe ich mich hervorragend erholt. Ich fühle mich hier sehr wohl. Mit freundlicher, offener Art sorgt jeder einzelne dafür, dass es mir gut geht. Es ist sogar schon fast eine Freundschaft entstanden.“ Stundenlang habe zum Beispiel der ehrenamtliche Helfer Jürgen Drewes aus Neustrelitz mit ihm seine Runden am Rollator gedreht. So habe er wieder gehen gelernt. Unverzichtbar sei auch seine Tochter Anja Feldvoß aus Neubrandenburg, die ihn so oft wie möglich besucht und hilft wo sie kann. Jeder der vielen Menschen, die ihn durch den Alltag begleiten, leiste großartige Arbeit und sei unverzichtbar.

Spenden und Helfer sind immer willkommen

Bevor Dierk Feldvoß ins Krankenhaus und dann ins Hospiz kam, lebte er in seiner Wohnung in Waren. Geboren wurde er 1938 in Kiel. „Das Schicksal hat mich nach Mecklenburg verschlagen.“ Mehr möchte er über sich und sein Leben nicht erzählen. „Es geht nicht um mich, sondern um diese wunderbare Einrichtung hier in Neustrelitz und um die Menschen, die hier arbeiten und helfen.“ Sie alle hätten das Herz am richtigen Fleck.

Dierk Feldvoß ist einer von vielen Menschen, für die das Luisendomizil ein Segen ist. Der Aufenthalt ist für die Bewohner kostenlos. Dafür ist das Hospiz neben der Finanzierung durch Kranken- und Pflegekassen sowie den DRK-Kreisverband auch auf Spenden angewiesen – oder ehrenamtliche Helfer.