DDR-MOPEDS

Simson-Fans feiern ihre Maschinen in Mirow

Hunderte kamen am Wochenende wieder zum Simson-Treffen nach Mirow. Es ging um die charmanteste „Ratte“, das schönste Original und den interessantesten Umbau.
Robin Peters Robin Peters
Sechs Mopeds waren in der engeren Auswahl beim Wettkampf um die schönste Simson im Originalzustand. Die gelbe S50 hat am
Sechs Mopeds waren in der engeren Auswahl beim Wettkampf um die schönste Simson im Originalzustand. Die gelbe S50 hat am Ende gewonnen. Robin Peters
Rund 200 Simsons knatterten über den Platz.
Rund 200 Simsons knatterten über den Platz. Robin Peters
Mirow.

Sein Moped hat auf dem Simson-Treffen in Mirow selbst eine glänzende, rosafarbene SR50 weit hinter sich gelassen: Denn im Wettbewerb um die beste Simson im Originalzustand hat Riccardo Dörwald die Konkurrenz alt aussehen lassen. Für seine gelbe S50 gab es am Samstag ganz klar den größten Applaus aus dem Publikum – da war sich die Jury am Ende einig.

Kein Wunder, kümmert sich das Mitglied der Simson-Freunde Lübs doch geradezu mütterlich um sein 40 Jahre altes Gefährt. Wöchentlich pflegt Riccardo Dörwald seine Simson – dann wird geputzt und der Reifendruck geprüft. Der leidenschaftliche Moped-Fahrer ist schon als kleiner Junge oft auf einer Simson mitgefahren – und seither von der Maschine fasziniert: „Alles ist noch aus Metall und nicht aus Plastik“, sagte Dörwald. Mit einfachsten Mitteln könne das Moped noch repariert werden. Bisher musste Dörwald aber nur Kleinigkeiten ausbessern.

Simson-Fahren ist einfach geil

Wesentlich mehr an seinem Zweirad geschraubt, hat Ringo Friese. Der Ritzerower hat sich mit seiner blauen S51 im Ringen um die schönste umgebaute Simson durchgesetzt. Allerdings nicht ohne Fleiß: Sein Moped hat unter anderem einen neuen Motor, eine andere Kupplung, breitere Felgen und eine neue Scheibenbremse. Ursprünglich war seine Maschine dunkelgrün und in einem deutlich schlechteren Zustand.

Über einen Beweggrund zum Simson-Fahren muss der Ritzerower nicht lange grübeln: „Weil es geil ist“, so Ringo Friese. Auch ihm wurde die Leidenschaft für Mopeds bereits mit in die Wiege gelegt: „Meine Eltern hatten schon eine“, so Friese.

Darüber hinaus wurde auf der Veranstaltung noch die interessanteste Ratte ausgezeichnet – also ein tiefergelegtes oder sympathisch verwahrlostes Moped. In dieser Kategorie gewann eine rostige Schwalbe. Irrwitzige Ausscheide wie Moped-Limbo rundeten den Motorsport-Spaß ab. Rund 350 Gäste besuchten die von den Simson-Freunden Mirow organisierte Kenner-Runde bis zum Nachmittag – etwa 200 Mopeds knatterten über den Platz. Davon fuhren viele noch eine große gemeinsame Runde über Wesenberg, Canow, Diemitz, Schwarz und Starsow – bis sich die Gruppe zum Kaffee und einem anschließenden Tanzabend wieder in Mirow zusammenfand.

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