ENTBINDUNGEN

So eilig hatten es die Neustrelitzer Babys im Jahr 2018

Eine Geburt fand direkt vor der Tür statt und ein anderes Baby wollte unbedingt noch zu Weihnachten auf die Welt: Die Hebammen des DRK-Krankenhauses blicken auf ein turbulentes Jahr zurück.
Robin Peters Robin Peters
Kurz vor Jahresende erblickte Liv Mathilda Kähler das Licht der Welt. Für ihre Mutter Maria ist es das zweite Kind.
Kurz vor Jahresende erblickte Liv Mathilda Kähler das Licht der Welt. Für ihre Mutter Maria ist es das zweite Kind. Robin Peters
2
SMS
Neustrelitz.

An eine Geburt erinnert sich Kerstin Illguth wohl noch lange zurück: „Eine Neustrelitzerin hat es nicht mehr rechtzeitig in den Kreißsaal geschafft, sodass die Entbindung vor der Tür der Notaufnahme stattfand“, sagt die leitende Hebamme im Krankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Neustrelitz. Dank der Unterstützung des engagierten Notaufnahme-Teams, einer tapferen Röntgenassistentin sowie des aufgeweckten Vaters habe bei dieser ungewöhnlichen Entbindung im vergangenen Jahr dennoch alles einwandfrei geklappt.

Zur Routine werde aber auch die Geburt im Kreißsaal nie. „Jedes Mal ist etwas anders“, betont Illguth. Nicht selten kommt es den Mitarbeitern im Krankenhaus wie ein Wunder vor: „Wenn eine Geburt sehr lange dauert – alle Beteiligten die Hoffnung schon fast aufgegeben haben – und die Natur es dann doch noch irgendwie hinbekommt, verwundert uns das jedes Mal aufs Neue“, sagt Assistenzärztin Susanne Schwantes.

Die meisten Bays sind im Mai geboren

Insgesamt 285 Babys sind laut Statistik im Jahr 2018 im DRK-Krankenhaus in Neustrelitz geboren worden (Stand 28. Dezember). Mit 147 Jungen sind dieses Mal allerdings wieder etwas weniger Mädchen auf die Welt gekommen. Die meisten Kinder haben im sonnigen Mai zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt – dicht gefolgt von April und Juli. Besonders glücklich zeigt sich Kerstin Illguth über die geringe Kaiserschnittrate von nur 20 Prozent. „Das ist für den Bundesdurchschnitt ein sehr gutes Ergebnis“, sagt die leitende Hebamme.

Der kleinste Schützling, Niklas, wog bei seiner Geburt in diesem Jahr nur 850 Gramm. Denn die Mutter ist laut Assistenzärztin Schwantes erst in der 26 Schwangerschaftswoche gewesen. Das größte Gewicht brachte wiederum Liam auf die Waage: stolze 4740 Gramm.

Unter den häufigsten Namen lassen neben den allzeit beliebten Lukas, Johanna, Alexander und Charlotte nun auch einige moderne Ausreißer wie Zoe oder Vincent wiederfinden. Wieder im Trend: Edgar, Karl, Albert, Lisbeth und Edda.

Noch vor Mitternacht auf der Welt

Einen Namen-Mix aus klassisch und modern hat wiederum auch die kleine Liv Mathilda bekommen. Wie das Kind vor der Notaufnahme-Tür hatte auch sie es besonders eilig: Denn die Geburt der kleinen Liv war eigentlich erst für Januar geplant – doch als ihre Mutter Maria Kähler am Weihnachtsabend des 26. Dezembers in die Klinik eilte, konnte es die Kleine offenbar kaum erwarten. Denn das Mädchen kam laut Kähler noch vor Mitternacht auf die Welt. Dabei hatte sich Kähler nach den Erfahrungen ihrer ersten Entbindung eigentlich darauf eingestellt, dass die Geburt sehr lange dauert. „Das hätte nicht besser laufen können“, bestätigt Vater Levin Kähler.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet