HUNDE-TREFFEN ZUM GEBURTSTAG

▶ So groß sind die Rekord-Welpen aus Userin heute

Zum ersten Geburtstag trafen sich Welpen aus dem 19er-Wurf in Userin endlich wieder. Sogar die Hunde-Oma schaute vorbei.
So klein waren die Useriner Welpen noch im vergangenen Jahr, nun sind es stattliche Tiere geworden.
So klein waren die Useriner Welpen noch im vergangenen Jahr, nun sind es stattliche Tiere geworden. NK-Archiv/Ulrich Krieger
Acht der Hunde des 19er Wurfs von 2019 mit ihrer „Großmutter“ (links).
Acht der Hunde des 19er Wurfs von 2019 mit ihrer „Großmutter“ (links). Ulrich Krieger
Noch in diesem Jahr soll es ein weiteres Treffen geben.
Noch in diesem Jahr soll es ein weiteres Treffen geben. Ulrich Krieger
Die Brüder und Schwestern tollten viel umher
Die Brüder und Schwestern tollten viel umher Ulrich Krieger
Cathleen Lenz (rechts) freut sich mit Angelika Kreienbring, dass es allen von ihr mit der Flasche großgezogenen Hundewel
Cathleen Lenz (rechts) freut sich mit Angelika Kreienbring, dass es allen von ihr mit der Flasche großgezogenen Hundewelpen gut geht. Ulrich Krieger
Schnell fanden die Geschwister wieder zueinander.
Schnell fanden die Geschwister wieder zueinander. Ulrich Krieger
Neustrelitz.

Eine tierisch berühmte Geburtstagsrunde fand sich an diesem Wochenende im Landhotel Café Prälank zusammen: Fast genau ein Jahr nach dem spektakulären Wurf von 19 Welpen in Userin kam es endlich zu einem lang ersehnten Wiedersehen der Vierbeiner. Die Hunde sorgten damals deutschlandweit für Furore.

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Zwar schafften es letztlich nur acht Hunde zu dem Treffen am Samstag in Prälank bei Neustrelitz – verschiedene Besitzer mussten arbeiten, ein Hund war vorübergehend krank. Die Freude war aufseiten der Menschen und Tiere auf dem einjährigen Hundegeburtstag aber dennoch riesig. Anfängliches Knurren, unsichere Blicke oder neugieriges Beriechen wichen schnell einem gemeinsamen Herumtollen – wobei aber immer wieder die Rangfolge im Rudel klargemacht wurde.

Oma der Welpen war auch dabei

Zu den neuen Haltern gehört unter anderem Angelika Kreienbrink aus Hannover. „Ich bin stolz, den begehrtesten Welpen, die Hündin Mala, mein Eigen zu nennen. Sofort haben wir beide Kontakt gehabt, wir sind heute ein Team.“ Angelika Kreienbrink hat ihre Mala oft bei der Arbeit in einer Tierarztpraxis mit dabei. Der Hund verhalte sich Fremden gegenüber nämlich sehr freundlich und falle nie aus dem Rahmen. Er sei ein richtiger Familienhund geworden. Zwei weitere Hunde aus dem 19er-Wurf wurden ganz in der Nähe ihres Wohnortes in Obhut gegeben. Mit den Besitzern pflegt sie einen engen Kontakt.

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Auch Janine Weber aus Neustrelitz ist der Hundefamilie eng verbunden. Dabei läuft an ihrer Seite eigentlich die Großmutter: „Ich besitze die Oma der kleinen Rabauken, die sie ja nach einem Jahr eigentlich nicht mehr sind. Meine vierjährige Elli ist ein liebes Tier.“ Ihre Hündin brachte die Mutter des 19er-Wurfs auf die Welt, die bei der Geburt tragischerweise verstarb. Mit dem späteren Rekord ihrer Tochter konnte Elli allerdings nicht mithalten. Sie bekam damals nur neun Welpen.

Großer Medienrummel im Internet

Anfangs wusste Elli nicht so recht, etwas mit ihren Jungen anzufangen, lernte aber sehr schnell und stellte sich schnell auf neue Situationen ein. Der Umgang mit den 19 „Enkelkindern“ war ihr laut Janine Weber dann aber doch zu viel. „Elli hatte richtig Angst. Es waren ihr wohl zu viele Kleine und sie hielt respektvollen Abstand zu ihnen.“ Die Hündin informiert sich immerhin in der Presse über ihre Enkel, macht Janine Weber einen Witz: „Das Ergebnis ist dann ständig eine große Menge an Papierschnipseln.“

Der Neubrandenburger Maik Sündram hatte dagegen gerade noch Glück, den vorletzten Welpen ergattern zu können. Erfahren hatte er von dem großen Wurf aus dem Medienrummel im Internet. „Wir hatten uns erst schon für einen anderen Hund entschieden, der mir bei einem Besuch aber zu dominant vorkam. Ich konnte das durch jahrelange Erfahrung mit Hunden gut erkennen“, sagte er zurückschauend. Er entschied sich für die Hündin „Tokyo“, was er bis heute nicht bereut hat. „Es war eine gute Entscheidung, Tokyo ist mein Familienhund. Sie passt gut auf und ist sehr nett zu Kindern.“

Weitere Treffen noch in diesem Jahr

Als Züchterin mit Herz und Seele übernahm Cathleen Lenz die Handaufzucht der 19 Welpen vor rund einem Jahr mit der Flasche, als die Mutter an den Strapazen des Kaiserschnitts starb. Mit einem Aufruf in den sozialen Medien fand sie schnell Mitstreiter, die ihr zur Seite standen. „Große Unterstützung hat mir auch der Vater der kleinen Welpen, unser Bruno, gegeben. Er übernahm sofort als alleinerziehender Vater die Sozialisierung seiner Kinder. Er meisterte seine Rolle exzellent. Trotzdem legten sich um meine Augen schnell schwarze Ringe.“ Denn alle zwei Stunden mussten die kleinen Boxer-, Bullmastiff-, Cane Corso- und große Münsterländer-Mischlinge mit der Flasche gefüttert werden.

Schon mit der Abgabe der ersten, damals noch kleinen Hunde stand hingegen der Entschluss fest: „Wir sehen uns wieder“. So blieb Cathleen Lenz mit den neuen Besitzern in Kontakt und tauscht sich mit ihnen in den Sozialen Medien über die Tiere aus. So weiß sie heute ganz genau, dass es allen Hunden aus dem Wurf in ihren Familien gut geht. Weitere Treffen sollen laut Cathleen Lenz auf jeden Fall stattfinden – möglicherweise sogar noch in diesem Jahr.

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