Heiko Juhl (von links) und Candy Tonn von der straßen- und Teifbau GmbH Nest in Feldberg sind derzeit mit der Gestaltung
Heiko Juhl (von links) und Candy Tonn von der straßen- und Teifbau GmbH Nest in Feldberg sind derzeit mit der Gestaltung der Außenanlagen für das Mehrgenerationenhaus beschäftigt. Marlies Steffen
Bauprojekt

So steht es um das neue Mehrgenerationenhaus in Feldberg

In der Feldberger Prenzlauer Straße ist eine Baulücke geschlossen worden. Ein Haus für die Generationen ist entstanden. Schritt für Schritt wird das Gebäude jetzt mit Leben erfüllt.
Feldberg

Das wird ein Endspurt: In den kommenden Wochen sollen die ersten Kinder in das neugebaute Mehrgenerationenhaus des Feldberger Integrationszentrums (FIZ) einziehen. Allerdings ist bis dahin noch einiges zu tun. Ganz ist der Innenausbau noch nicht abgeschlossen. So fehlt derzeit noch der Bodenbelag im Treppenhaus. Dort waren zu Wochenbeginn auch noch Handwerker mit der Montage der Geländer beschäftigt. Die Elektriker haben noch zu tun und die Sanitärarbeiten sind ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Zudem werden derzeit die Außenanlagen angelegt.

Mehr lesen: Wassertreten, Pilates, Nordic Walking – Kneipp-Woche in Feldberg

Anstrengende Monate bewältigt

Hinter der Geschäftsführerin des FIZ, Katrin Lüttke, und ihren Mitarbeitern liegen sehr anstrengende Monate. Baubeginn war zu Beginn des vergangenen Jahres. Anfangs hatte man auf eine Bauzeit von gut einem Jahr gehofft. Die ließ sich wegen der Corona-Pandemie und der schwierigen Situation im Baugewerbe nicht einhalten. Und es galt Tücken zu bewältigen. Gleich am Anfang nach der Gründung des Bauwerks auf mehr als 60 Pfählen war beispielsweise durch einen Hydranten das Grundstück geflutet worden. Ob es sich um einen Frostschaden oder einen Dumme-Jungen-Streich gehandelt hat, ist bis heute ungeklärt.

Preissteigerungen kurz nach Baubeginn

Wegen des schwierigen und sehr feuchten Baugrunds ist auf dem Grundstück sogar ein eigenes Pumpwerk errichtet worden. Schon kurz nach Baubeginn habe es erhebliche Preissteigerungen, vor allem bei Holz und Stahl, gegeben, erinnert Katrin Lüttke. Sodass die Baukosten mehrfach angepasst werden mussten. Nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine ist dann wegen der absehbaren Krisen das Energiekonzept für das Mehrgenerationenhaus auf den Prüfstand gestellt worden. „Wir haben uns für die Installation einer zusätzlichen Fotovoltaik-Anlage entschieden“, macht Lüttke deutlich.

Um wie viel höher die Mehrkosten für den Bau nun ausfallen, vermag die FIZ-Geschäftsführerin derzeit noch nicht zu sagen. Das müsse bis zum Vorliegen der Schlussrechnung gewartet werden. Während die Hortkinder ihr neues Domizil im Obergeschoss an der Prenzlauer Straße im Oktober „entern“ werden, müssen sich die Senioren noch ein wenig länger gedulden. Anfang November soll im Erdgeschoss die Tagespflege mit 20 Plätzen eröffnet werden. Dann gibt es auch einen Tag der offenen Tür.

Hoffnung, dass sich die Angebote in der Region herumsprechen

Katrin Lüttke hofft darauf, dass sich das neue Angebot in den kommenden Wochen noch besser herumspricht. Als Einzugsbereich sieht sie nicht nur die Feldberger Seenlandschaft an, sondern beispielsweise auch den Bereich der Nordwestuckermark. Später soll dann – ebenfalls im Erdgeschoss – die Tagesbegegnungsstätte für Senioren folgen. Hier sind Treffs für die ältere Generation möglich. Bis zu 18 Plätze können für einen zuvor verabredeten Zeitraum genutzt werden, kündigt Katrin Lüttke an. Auch hier hofft sie auf regen Zuspruch aus der Gemeinde und darüber hinaus. Im kommenden Jahr wird sich noch ein Pflegedienst im Obergeschoss des Mehrgenerationenhauses einmieten. Dieser sei schon jetzt ein Kooperationspartner für das FIZ, sagt Katrin Lüttge.

Ursprünglich war man für den Neubau des Mehrgenerationenhauses von einem Kostenumfang von 2,5 Millionen Euro ausgegangen. Immerhin 1,8 Millionen Euro sollten aus Mitteln des Europäischen Strategiefonds zur Verfügung gestellt werden. Der FIZ-Eigenanteil sollte sich ursprünglich auf 700 000 Euro belaufen. Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft stellt aus ihren Haushaltsmitteln 62 000 Euro zur Verfügung.

FIZ-Konzept konnte schließlich überzeugen

Pläne für einen FIZ-Neubau gab es schon vor fünf Jahren. Ursprünglich sollte es an dem jetzigen Kita-Standort auf dem Amtsplatz einen Neubau geben. Doch letztlich passte das Projekt an dem zuerst favorisierten Platz nicht.

Schließlich bewarb sich das FIZ für das sich in Gemeindebesitz befindliche Grundstück an der Prenzlauer Straße und bekam es am Ende auch. Das Konzept, ein Mehrgenerationenhaus als Begegnungsort für Alt und Jung zu bauen und darin auch Platz für ortsansässige Vereine anzubieten, überzeugte. Das FIZ mit seiner Kindertagesstätte „Murkelei“ auf dem Amtsplatz besteht seit zehn Jahren. Anfangs wurden 24 Kinder betreut. Mittlerweile sind es über 100.

zur Homepage