Unsere Themenseiten

:

Söckchen statt Euros zur Baby-Begrüßung

So sieht die bunte Variante der Babysöckchen von Renate Grewling aus.
So sieht die bunte Variante der Babysöckchen von Renate Grewling aus.
Tobias Lemke

Begrüßungsgeld für den Sparstrumpf von Neu­geborenen gibt es in vielen Kommunen schon längst nicht mehr. Für warme Füßchen der lütten Erdenbürger sorgt in Mirow jetzt aber eine leidenschaftliche Hobby-Strickerin.

Wenn ihre Heimatstadt Mirow künftig neue Erdenbürger begrüßt, hat Renate Grewling doppelten Grund zur Freude. Zum einen könne die Kleinstadt jeden neuen Einwohner wirklich gut gebrauchen, findet die 64-Jährige – und zum anderen bekommen ihre Hände wieder mehr zu tun. Die Mirowerin strickt nämlich für ihr Leben gern und hat angeboten, bunte Söckchen als Be­grüßungsgeschenk für alle Mirower Babys zu stricken, die in den kommenden Jahren geboren werden.

„Das Begrüßungsgeld früherer Jahre gibt es schon lange nicht mehr, also habe ich mir gedacht, ich könne mit Söckchen den Eltern eine Freude machen“, erzählt Renate Grewling. Bei Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) rannte sie mit ihrem Angebot offene Türen ein. Das Stadtoberhaupt hat zugesagt, für diese schöne Idee die Wolle zur Verfügung zu stellen.

Die Idee zu den Be­grüßungssöckchen für die Neugeborenen ist der leidenschaftlichen Hobby-Strickerei schon im ver­gangenen Jahr gekommen. Damals in der Adventszeit hatte sie nämlich viele kleine Strümpfe für den Weihnachtskalender einer Mirower Kindertagesstätte gestrickt. Auch für Kinder, deren Eltern auf die Lebensmittel von der Mirower Tafel angewiesen sind, hat sie schon ihre Nadeln klappern lassen.