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Spatenstich mit Meißel

Volker Berner von der Neustrelitzer Firma Werdermann hat am Montag mit dem Meisel sozusagen den Spatenstich an der Fassade der Neustrelitzer Stadtkirche vorgenommen.
Volker Berner von der Neustrelitzer Firma Werdermann hat am Montag mit dem Meisel sozusagen den Spatenstich an der Fassade der Neustrelitzer Stadtkirche vorgenommen.
Tobias Lemke

In den nächsten Tagen verschwindet der kaputte Putz am Sockel von Neustrelitz‘ höchstem Gebäude. Die Schicht, die dann aufgebracht wird,  hält nur für ein paar Monate. Sie hat aber eine spezielle Aufgabe.

Am Ende erhält die Stadtkirche in Neustrelitz einen neuen Farbanstrich. So viel steht fest. Wie genau der Farbton aussehen wird, konnten die Baufachleute in dieser Woche beim Start der Sanierungsarbeiten an der Fassade jedoch nicht sagen. „Das werden wir erst im nächsten Jahr entscheiden und ist davon abhängig, ob wir noch etwas von der originalen Oberfläche finden“, erklärt Restaurator Peter Wagner.

Mit einer Andacht und einem symbolischen Spatenstich, der in diesem Fall per Meißel an der Fassade vorgenommen wurde, fand am Montag der Baustart zur Außensanierung an der Stadtkirche statt. In der kommenden Woche wird der komplette Sockelputz abgetragen. Danach bringen die Handwerker eine Schicht auf, die lediglich über die Wintermonate am Gotteshaus haften bleibt. Dabei handle es sich um einen sogenannten Opferputz, der Salze und andere Schadstoffe aus dem Mauerwerk aufnehmen soll, erklärt Architekt Jens Bergmann. „Das wird auch nicht hübsch aussehen, kommt aber wieder ab“, so der Fachmann.

An der vom Markt abgewandten Seite werden zudem die Sandsteinplatten erneuert. An den übrigen Seiten war dies bereits bei Sanierungsarbeiten in den Jahren 2004 und 2005 passiert. Außerdem wird das Gotteshaus neue Fallrohre erhalten, Fenster und Türen werden aufgearbeitet. Der Putz am Turm soll ab Traufhöhe erneuert werden.