So wie hier in der Wesenberger Straße holpert es mit dem Blick auf gute Wohnbedingungen in Altstrelitz noch an einigen S
So wie hier in der Wesenberger Straße holpert es mit dem Blick auf gute Wohnbedingungen in Altstrelitz noch an einigen Stellen. Jana Schroedter
Investitionen

Stadt will Altstrelitz attraktiver machen

In dem Stadtteil hat sich einiges getan und es wird sich auch weiterhin etwas tun. Einwohner beklagen sich dennoch über eine aus ihrer Sicht immer schlechter werdende Infrastruktur.
Neustrelitz

Im Neustrelitzer Stadtteil Altstrelitz gibt es auch für die kommenden Jahre viel Handlungsbedarf. Darauf hat Axel Zimmermann, amtierender Dezernent für Stadtentwicklung und Bau, aufmerksam gemacht. Die Stadt möchte prüfen lassen, ob in dem Stadtteil ein Sanierungsgebiet ausgewiesen werden kann. Würde dies möglich, gäbe es bessere Voraussetzungen, an Fördermittel zu kommen. Einen Beschluss über eine solche Prüfung muss allerdings zuvor die Stadtvertretung fassen, hieß es aus dem Rathaus.

Fördermittel seien schwierig zu bekommen

Fördermittel für kommunale Bauvorhaben in Altstrelitz zu bekommen, sei bislang schwierig. Es würde jedoch immer wieder auch nach Fördermöglichkeiten gesucht, betonte Axel Zimmermann. Wie der amtierende Dezernent im zuständigen Fachausschuss der Stadtvertretung sagte, wird das seit 2003 existierende Stadtteilkonzept für Altstrelitz fortgeschrieben. Zimmermann kündigte kurzfristig Baumaßnahmen an. Schon länger steht fest, dass am Alex die seit Jahren geforderten Arbeiten beginnen. Arbeiten seien auch an Gehwegen in der Wesenberger-, Bahnhofs- und der Sievers-Straße geplant. Mittelfristig ginge es um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, um eine neue Kindertagesstätte und den im Bau befindlichen neuen Penny-Standort. Dafür schließt allerdings der alte an der Stolte-Straße. Für diesen würde unabhängig vom Neubau der Mietvertrag ohnehin auslaufen, hieß es.

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Zimmermann betonte, dass sich in den vergangenen Jahren einiges in Altstrelitz entwickelt habe, so sei das Technikum saniert und von den Stadtwerken übernommen worden. Der Berufsschulstandort samt Internat und Turnhalle wurde modernisiert, das Gewerbegebiet an der Wesenberger Chaussee habe sich entwickelt, Gehwege in der Stolte-Straße wurden erneuert. Die Einwohnerentwicklung sei nach einem Rückgang bis 2010 seit Jahren stabil und sogar positiv. Aktuell würden 4266 Menschen dort wohnen.

Anwohner bemängeln geschlossene Sparkasse

Zimmermann räumte aber auch ein, dass es noch an vielen Stellen Handlungsbedarf und Missstände gebe. Der Alex, der schlechte Zustand der Wesenberger Straße, die marode Brache am Spiegelberg, ein veralteter Garagenkomplex unweit der ehemaligen Post gehörten beispielsweise dazu. Stadtvertreter und Ausschussmitglied Torsten Zell (SPD), der in Altstrelitz wohnt, machte darauf aufmerksam, dass bauliche Veränderungen für den Bürger das eine seien. Die Menschen würden die Qualität des Wohnens aber auch an anderen Faktoren messen. So beklagten sich Einwohner immer wieder bei ihm über eine beständig schlechter werdende Infrastruktur. Der Zahnarzt fehle, es gebe zu wenig Allgemeinmediziner, die Sparkasse habe sich verabschiedet, selbst den Geldautomaten gebe es nicht mehr, der Blumenladen sei geschlossen und nun wandere auch noch der nahe Penny-Markt an einen anderen Standort. Das seien vor allem für ältere Menschen alles andere als gute Rahmenbedingungen. Ihm sei allerdings auch bewusst, dass diese Faktoren mit einem Stadtentwicklungskonzept nicht zu steuern seien, machte der Stadtvertreter deutlich.

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