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Tourismus

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Staubpiste zum See bekommt neues Pflaster

Bürgermeister Manfred Marczok stieg selbst ins  Führerhäuschen, um den ersten "Spatenstich" für die Straße zu setzen. Tom Voglers (r.) Firma hat dafür den Auftrag erhalten.
Bürgermeister Manfred Marczok stieg selbst ins Führerhäuschen, um den ersten „Spatenstich” für die Straße zu setzen. Tom Voglers (r.) Firma hat dafür den Auftrag erhalten.
Heike Sommer

Badegäste hatten es bisher nicht leicht, in Wokuhl den Weg zum Strand zu finden. Das wird sich nun ändern.

Auf direktem Weg zum Pfarrsee geht es in Wokuhl schon eine ganze Weile nicht mehr. Der alte Pfad wurde eingehaust, weil er nun zu einem Privatgrundstück gehörte. Zur Badestelle geht es seitdem nur noch über einen ausgefahrenen Feldweg. Mit Kinderwagen oder Gehhilfe lässt sich die Strecke kaum bewältigen. Darum hat die Gemeinde nun beschlossen: Der Weg wird ausgebaut.

Am Donnerstag rückte die Baufirma an, um die 150 Meter lange Strecke auszukoffern. Eine ortsansässige Firma hat dafür den Zuschlag bekommen. „Der Weg wird mit Betonsteinen gepflastert und so stabilisiert, dass auch Landwirtschaftsfahrzeuge ihn nutzen können“, sagt Bürgermeister Manfred Marczok. Rund 26.000 Euro nimmt die Gemeinde für dieses Bauvorhaben in die Hand.

Nicht mit dem Auto direkt zum See

Die Badestelle, zu der der Weg führt, ist beliebt. Nicht nur bei den Einheimischen. Dass Besucher jedoch mit dem Auto bis an den Strand fahren, dafür hat der Bürgermeister kein Verständnis. Mit der Baumaßnahme soll dem wilden Parken ein Riegel vorgeschoben werden. Zum einen werden Stellflächen ausgewiesen. Zum anderen wird der Zugang zum Strand mit Betonplatten verstellt. „Wir haben uns das lange angeschaut. Da wurden immer wieder die Holzstämme, die wir als Autobarrieren hingelegt hatten, zur Seite gezerrt“, sagt Manfred Marczok.

Die Betonplatten sollen nun Abhilfe schaffen, damit die Badestelle ausschließlich als solche und nicht als Parkfläche genutzt werden kann. Die Gemeinde ließ zudem frischen Sand anfahren, errichtete neue Sitzmöbel und hat die Spielgeräte überholt. Auch zahlreiche Fahrradständer stehen für die Badegäste zur Verfügung. Drei Wochen wird es nun dauern, bis der neue Weg zum Strand fertig ist. Solange ist er nicht zu passieren. Da der Pfarrsee allerdings nicht nur zum Baden und zur Erholung genutzt wird, sondern auch als Löschwasserentnahmestelle für die Feuerwehr dient, reichte es nicht, für die Dauer der Bauarbeiten lediglich einen Schleichweg auszuweisen. „Wir haben vorläufig einen anderen Zuweg zum See gesichert“, sagt Manfred Marczok.

Beliebter Ausflugsort

Nach Fertigstellung soll die neue „Strandpromenade“ kein Geheimtipp bleiben. Immerhin ist Wokuhl ein beliebter Ausflugsort vor allem für Fahrradtouristen, machen hier Jahr für Jahr viele Gäste Urlaub. „Da ist es angebracht, ihnen den Weg zum Badesee zu weisen“, findet nicht nur der Bürgermeister. Ein entsprechendes Schild soll an der Ortsdurchfahrt aufgestellt werden. Nun hofft Marczok, dass auch ein anderes Sorgenkind der Gemeinde bald in Angriff genommen wird: die Kreisstraße zwischen Wokuhl und der Landesgrenze zu Brandenburg. Das Land hat eine Förderung zugesichert. Seit vielen, vielen Jahren kämpft die Gemeinde um dieses Vorhaben. „Die Leute sind sehr skeptisch geworden, dass wirklich was passiert“, sagt der Bürgermeister.