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Abgebrannte Scheune

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Steht die Useriner Mühle vor dem Verkauf?

Hier war nichts mehr zu retten: Ein Bild der Verwüstung hinterließ der verheerende Brand vom August 2014.
Hier war nichts mehr zu retten: Ein Bild der Verwüstung hinterließ der verheerende Brand vom August 2014.
André Gross

Nach dem verheerenden Feuer in Useriner Mühle ist weiter unklar, wer für die Folgen aufkommt. Das Verwalterkonto ist leer, der Eigentümer offenbar schwer zu fassen.

Ein verheerender Großbrand vernichtete im vergangenen Sommer eine Scheune an der Useriner Mühle.  Die Gefahr ist noch immer nicht gebannt, dass die umliegenden Gewässer verunreinigt werden. Unklar ist überdies, an wem die Kosten für Abhilfe hängen bleiben.

Die Kreisverwaltung habe zugesagt, sich an den Verwalter der Useriner Mühle zu wenden, berichtet Bürgermeister Axel Malonek. Das Verwalter-Ehepaar Räder aus Qualzow allerdings kann nur gebetsmühlenartig wiederholen, dass kein Geld da ist und der Eigentümer der Mühle auch nicht gewillt ist, welches auszugeben.

Eigentümer macht sich rar

Besitzer Wolfgang Hertel soll sich dem Vernehmen nach momentan in Deutschland befinden und verstärkt versuchen, den Mühlen­komplex zu veräußern. „Mit uns verkehrt er auch nur per Mail oder Telefon, wir wissen nie, wo er sich gerade aufhält“, gibt Bernadett Räder Auskunft. Immerhin bestehe die Möglichkeit, dass ab Februar wieder Geld auf das verwaiste Vermieterkonto fließt.

Die Mieten der sieben Mietsparteien waren bislang gepfändet worden, um ausgebliebene Zahlungen bei den Betriebskosten auszugleichen. „Nun müssen die Mieten nur noch weiter fließen“, spielte Bernadett Räder auf die bei einigen Bewohnern schlechte Zahlungsmoral an. Eine Zwangsräumung in den nächsten Tagen setze da vielleicht auch ein Zeichen.

Ihren Imbiss in Useriner Mühle will Familie Räder über eine Ausnahmegenehmigung noch eine weitere Saison betreiben. Der Bebauungsplan für eine Gaststätte an gleicher Stelle sei durch, nun warte das Paar auf die Baugenehmigung. Die direkt auf dem Mühlengelände gelegene Gast­stätte werde wohl nicht ­wieder eröffnen, hieß es. Der letzte Wirt hat mittlerweile ein Café in der Neustrelitzer Innenstadt eröffnet.