Haushalt für Gemeinde beschlossen
Steuern in Feldberg bleiben unverändert

Sollte eigentlich längst abgerissen sein: Die Baracke, in der einst Kindergarten und Jugendklub in Lichtenberg ihr Domizil hatten.
Sollte eigentlich längst abgerissen sein: Die Baracke, in der einst Kindergarten und Jugendklub in Lichtenberg ihr Domizil hatten.
Marlies Steffen

In diesem Jahr stehen inder Gemeinde Feldberger Seenlandschaft etliche Investitionen an. Darunter sind auch Projekte, die eigentlich 2018 umgesetzt werden sollten.

Rund zwei Millionen Euro stehen in diesem Jahr für Investitionen in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zur Verfügung. Das geht aus dem jetzt durch die Gemeindevertretung beschlossenen Haushaltsplan hervor. Mehr als die Hälfte dieser Mittel sind allerdings Haushaltsreste aus dem vergangenen Jahr.

Allein fast 700 000 Euro werden für die Erschließung des Wohngebiets Rosenberge West aus 2018 übernommen. Der Ersatz von verrosteten Straßenlaternen im Alten Landweg kam im vergangenen Jahr ebenfalls nicht mehr zustande, ebenso steht der ehemalige Jugendklub in Lichtenberg immer noch. Die baufällige Baracke sollte eigentlich schon längst abgerissen sein. Von dem Grundstück, auf dem sich der Jugendklub befindet – für den Abriss sind rund 8000 Euro an Kosten veranschlagt – erhofft sich die Gemeinde auch Einnahmen. Es soll seit längerem verkauft werden, fand aber bislang keinen Abnehmer.

Überhänge müssen nicht genehmigt werden

Der von der Gemeindevertretung im vergangenen Jahr ebenfalls im März beschlossene Haushalt war durch das zuständige Aufsichtsgremium im Landkreis allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 genehmigt worden, „sodass die Investitionen nicht mehr in Angriff genommen werden konnten“, erinnerte Bürgermeister Constance Lindheimer (SPD) auf Nordkurier-Nachfrage.

Als Überhänge notiert sind auch der Neubau von Umkleidekabinen am Lichtenberger Badestrand sowie die Anschaffung einer weiteren Schwimminsel für die größte und auch bewirtschaftete Badestelle im Gemeindegebiet. Hierfür sollen 5000 Euro beziehungsweise 6000 Euro ausgegeben werden. Vorteil dieser Haushalts-Überhänge: Hier muss nicht auf die Genehmigung gewartet werden, wo Vorhaben schon begonnen wurden, könnten diese weitergeführt werden, sagte die Bürgermeisterin.

Neu in der Investitionsliste taucht der Bahnhofsvorplatz auf. Für seine Sanierung will die Gemeinde 40 000 Euro aufwenden. 20 000 Euro sind für die Sanierung der Feldsteinmauer in Fürstenhagen geplant. In Carwitz sollen zwei Parkscheinautomaten aufgestellt werden, wofür 14 000 Euro eingesetzt werden. Investieren will die Gemeinde auch in die Schule, hier sollen 30 000 Euro für eine neue Außentreppe ausgegeben werden. Zudem sollen für Schülerstühle und eine Tischtennisplatte 5000 Euro eingesetzt werden.

Für den Campingplatz in Conow ist ein Zuschuss von 3000 Euro für Spielgeräte vorgesehen. Anschaffungen für den Spielplatz in Weitendorf will die Gemeinde mit 8000 Euro unterstützen. 3000 Euro an Haushaltsmitteln gibt es auch für die Sanierung der Turnhalle in Triepkendorf. Es geht um Materialkosten. Die Arbeiten werden weitgehend ehrenamtlich von den Einwohnern gestemmt, hieß es im Ausschuss für Bau und Gemeindeentwicklung.

Größtes Projekt wird anders finanziert

Die Einwohner der Feldberger Seenlandschaft werden dieses Jahr nicht zusätzlich zur Kasse gebeten, die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Die Einnahmen aus Gewerbesteuern sind mit rund 650 000 Euro prognostiziert.

Das größte Gemeindeprojekt in diesem Jahr – der Neubau der Badeanstalt – wird über den Wirtschaftsplan des gemeindlichen Eigenbetriebs „Kurverwaltung“ finanziert. Veranschlagt sind hier 725 000 Euro. Schon jetzt steht allerdings fest, dass die Kosten höher ausfallen werden. 40 000 Euro sind im Plan der Kurverwaltung für bauliche Veränderungen auf der Terrasse am Haus des Gastes vorgesehen.