Fürstenhagener haben Wünsche

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Straßenbau wirft Fragen auf

Bevor Fürstenhagens Ortsdurchfahrt saniert wird, erneuern Mitarbeiter der Mecklenburg-Strelitzer Montage- und Tiefbau GmbH eine Entwässerungsanlage unter der Straße. 
Bevor Fürstenhagens Ortsdurchfahrt saniert wird, erneuern Mitarbeiter der Mecklenburg-Strelitzer Montage- und Tiefbau GmbH eine Entwässerungsanlage unter der Straße. 
Susanne Böhm

Bevor die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Fürsten­hagen beginnen, machen sich die Einwohner ihre Gedanken. Das Straßenbauamt Neustrelitz hat gute und schlechte Nachrichten für sie.

Bleibt die historische Stützmauer am Kirchberg stehen? Wird der Gehweg nicht zu breit? Wird es ein Tempolimit und ein Lkw-Verbot geben? Bevor die Ortsdurchfahrt in Fürstenhagen im kommenden Jahr saniert wird, machen sich die Einwohner schon mal so ihre Gedanken.

„Wir wollen, dass die ­Trockenmauer an der Kirche erhalten bleibt. Sie gehört zu unserem Dorf“, sagt Einwohnerin Carmen Tebel. „Die Gehwege sollen 2,50 Meter breit werden. So breite Wege brauchen wir hier nicht. Bei uns gehen niemals so viele Menschen spazieren“, erklärt sie weiter. Außerdem fordern manche Einwohner eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde und ein Verbot des Fern­verkehrs. „Durch unser Dorf fahren sehr viele Lkw. Die sind eine Belastung.“

Für die Stützmauer hat Andreas Herold vom Straßenbauamt Neustrelitz eine gute Nachricht: Die Mauer bleibt stehen. „Sie steht unter Denkmalschutz.“ Damit das charmante Gemäuer die nächsten hundert Jahre hält, muss allerdings nachgebessert werden.

Auch bei dem Gehweg haben die Planer die Wünsche der Einwohner aufgegriffen. „Der wird jetzt 1,50 Meter breit. Das genügt bei den ­relativ beengten Verhältnissen. Es wird ein reiner Gehweg, Radfahrer müssen auf der Straße fahren.“

Schlechte Chancen sieht Andreas Herold jedoch für das Tempolimit und das Fernverkehrsverbot. Speziell das Fahrverbot sei „ganz schwierig“. „Da sehe ich keine realen Möglichkeiten. Das ist nun einmal eine Landesstraße, und als solche muss sie auch genutzt werden.“