INSOLVENZ

Strelitzer Firma Ipse kann Gehälter nicht mehr zahlen

Das Aus für die Ipse kam schneller als geplant und ist ein Fall für das Insolvenzgericht. Denn seit Oktober kann sie keine Löhne mehr zahlen.
Die Ipse ist zahlungsunfähig. Wie es nun mit dem Slawendorf weitergeht, wird das beantragte Insolvenzverfahren zeigen.
Die Ipse ist zahlungsunfähig. Wie es nun mit dem Slawendorf weitergeht, wird das beantragte Insolvenzverfahren zeigen. Ulrich Krieger
Neustrelitz ·

Weil nicht mehr genügend Geld in der Kasse war, um die Löhne im Oktober zu zahlen, hat die Geschäftsführerin der Gemeinnützige Innovative Personal- und Strukturentwicklungsgesellschaft Neustrelitz (IPSE), Irene Neuperth, die Reißleine gezogen und beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Bereits Ende September hatten die Gesellschafter – die Stadt Neustrelitz und Gemeinde Feldberger Seenlandschaft – bekannt gegeben, die Ipse zum Jahresende zu liquidieren. Nun kommt das Aus schneller als geplant. Ein vom Amtsgericht Neubrandenburg eingesetzter Insolvenzverwalter muss die Dinge jetzt richten.

Wie geht es mit dem Slawendorf weiter?

Zu klären ist dabei auch die Frage, wie es mit dem Slawendorf – es beschäftigt vorrangig Saisonkräfte – weitergeht. Die Gesellschafter hatten im September noch angekündigt, eine andere Organisationsform – sprich Träger – für das beliebte Freilichtmuseum am Zierker See zu finden. Bis Dezember gibt das Amtsgericht dem Insolvenzverwalter Zeit, sich Klarheit zu verschaffen. „Bis dahin muss es auch einen Lösungsansatz für den Betrieb des Slawendorfs geben”, macht Insolvenzrichterin Astrid Hacker deutlich. Es sei im allgemeinen Interesse, diese Einrichtung weiterzubetreiben. Immerhin sind in die Sanierung des Slawendorfes vor gerade mal zwei Jahren mehr als 400.000 Euro Fördergelder geflossen.

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