CORONAVIRUS IN MV

Strelitzer Karneval vor dem Aus

Eine Schlüsselübergabe kann es am 11. 11. höchstens virtuell oder in abgespeckter Form geben. Ein Verein hat den Auftakt bereits gänzlich abgeblasen.
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Solche Bilder kann es zum Auftakt in die fünfte Jahreszeit diesmal nicht geben. Vor dem Feldberger Rathaus versammelten sich in den Vorjahren stets Hunderte Schaulustige, wenn der FKK auflief (Archivbild). Susanne Böhm/Archiv
Neustrelitz.

Der Wustrower Carnevalverein (WCV) hat die Notbremse bereits komplett gezogen. Im Dorf wird es nach derzeitigem Stand weder eine Schlüsselübergabe in drei Wochen noch Shows im Januar und Februar geben. Teilweise haben auch weitere Strelitzer Karnevalsvereine Saalveranstaltungen schon abgesagt, andere haben die Planungen zumindest auf Eis gelegt.

Was die Schlüsselübergaben betrifft, so sind zwei Vereine noch in der Abstimmung und beim Holzendorfer Faschingsclub (HFC) haben sich die Verantwortlichen für eine virtuelle Variante entschieden. „Wir werden die Schlüsselübergabe in kleiner Runde mit genügend Abstand veranstalten und das dann als Video posten“, sagt HFC-Präsident Andreas Gerecht. Bislang hatte der närrische Auftakt in die Faschingszeit in Holzendorf immer vor der Schule mit viel Öffentlichkeit stattgefunden. Das gehe aktuell und voraussichtlich auch in drei Wochen so nicht mehr.

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Abgespeckte Schlüsselübergabe

Beim Feldberger Karneval Klub (FKK) hielt man Anfang dieser Woche noch an Planungen für eine Schlüsselübergabe am 11. November fest. Dass diese jedoch nicht wie in vergangenen Jahren ablaufen kann, sei allen klar, sagt FKK-Elferratsmitglied Mario Knüppel. Denn da hatten Hunderte das bunte Treiben vor dem Rathaus mitverfolgt. Ob und welcher Form in Mirow eine Schlüsselübergabe an den Mirower Faschingsclub (MFC) stattfinden könnte, klärt sich erst heute Abend. „Da werden wir beraten“, sagt MFC-Präsident Herbert Kaufmann. Auch für die Show- und Tanzveranstaltungen des MFC, die ab Januar wieder über die Bühne gehen sollten, kann er noch keine Entscheidung mitteilen. Falls diese stattfinden, so müsse sicher mit Auflagen wie Tanzverbot, das Tragen von Maske und weniger Gästen im Saal gerechnet werden.

Fasching solle aber Spaß machen, sagt Melanie Ziegler, Vorsitzende des Wustrower WCV. Zugleich wolle und müsse man als Verein verantwortungsvoll handeln. „Wir haben für uns entschieden, dass das Risiko und die Hürden einfach zu hoch sind“, begründet sie die Absagen. Die Funkengarde könne aktuell zum Beispiel gar nicht proben, da kein ausreichend großer Raum zur Verfügung stehe, in dem sich die Abstände einhalten lassen.

Termine ausgesetzt

In Holzendorf wurden zunächst alle Veranstaltungstermine ausgesetzt, die bis zum Jahresende hätten stattfinden sollen. Für die Faschings-Hochphase Anfang nächsten Jahres behält sich der HFC hingegen noch vor, Shows durchführen zu wollen. „Wir könnten kurzfristig reagieren und unser Programm aufführen, das eigentlich jetzt für den November geplant war“, erklärt Gerecht. Man müsse aber auch realistisch sein und mit einer Absage rechnen. Shows werde es nur geben, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.

Beim FKK in Feldberg stehen die Vorzeichen hingegen schon jetzt auf ein Aus für die Faschingssitzungen. Dem Verein wurde mitgeteilt, dass der gewohnte Veranstaltungsort, der Stieglitzenkrug, in diesem Jahr eine Winterpause plane. Ob der Feldberger Rosenmontagsumzug ebenfalls auf der Kippe steht, sei aktuell noch nicht zu beantworten. „Unser großer Wunsch ist, dass er stattfinden kann“, sagt Knüppel. Von Vorteil sei immerhin, dass der Umzug draußen stattfinde.

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