GEBURTSHILFE

Strelitzer Land beschert Neubrandenburg einen Babyboom

Das zeitweilige Aus der Geburtshilfe im DRK-Krankenhaus hat natürlich Auswirkungen auf die benachbarten Kreißsäle.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Ein Baby in den Händen seines Vaters. Neustrelitzer Schwangere können jetzt nicht im Neustrelitzer Krankenhaus entbinden, si
Ein Baby in den Händen seines Vaters. Neustrelitzer Schwangere können jetzt nicht im Neustrelitzer Krankenhaus entbinden, sie müssen nach Neubrandenburg (Symbolfoto). © Zffoto - Fotolia.com
Neustrelitz.

Im Juli verzeichnete der Kreißsaal im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg ein ordentliches Plus an Geburten. Kein Wunder, denn seit Anfang Juli ruht die Arbeit in der Geburtshilfe in Neustrelitz. „Die Schließung der Station in Neustrelitz macht sich bei uns bei den Geburtenzahlen bemerkbar“, sagt Klinik-Sprecherin Anke Brauns. Das Neustrelitzer DRK-Krankenhaus hatte aufgrund von Personalmangel die vorübergehende Schließung bis zum 30. September dieses Jahres verkündet.

Dass die werdenden Eltern vor allem auf Neubrandenburg ausweichen, dürfte einmal an der räumlichen Nähe zur Kreisstadt der Mecklenburgischen Seenplatte liegen. Darüber hinaus hatte die Neustrelitzer Krankenhausleitung aber auch den Kontakt zum Bonhoeffer-Klinikum gesucht und um Übernahme der Versorgung gebeten. Allein in den vergangenen zwei Wochen seien 20 von 50 Frauen aus Neustrelitz und Umgebung gekommen, kann Brauns aus den jüngsten Geburtenzahlen des Klinikums ablesen. „Im Neubrandenburger Kreißsaal wurden bis heute etwa 585 Geburten gezählt, diese Zahl haben wir im vergangenen Jahr etwa drei Wochen später erreicht“, so Brauns weiter.

Mehr Babybetten für die Wochenstation

Die Mitarbeiterinnen des Kreißsaals und der Wochenstation haben sich auf die erhöhte Nachfrage eingestellt, die Arbeit sei gut zu schaffen.

Stimmen, wonach die Neubrandenburger Geburtshilfe nun an die Kapazitätsgrenze komme und Frauen sogar schon abgesagt werden müsse, dementiert das Haus. „Keine Frau musste abgewiesen werden und das wird auch so bleiben“, betont Dr. med. Katy Roterberg, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Aber eine einzige Veränderung gibt es dann doch: Für die Wochenstation wurden mehr Babybetten angeschafft.

In Neustrelitz brachten bislang auch Mütter aus der Feldberger Seenlandschaft sowie den Regionen Fürstenberg und Mirow ihre Kinder zur Welt. Diese Frauen dürften eher auf die Kreißsäle in Templin oder Waren ausweichen.

 

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