STUNDE DER WINTERVÖGEL

Strelitzer Naturfreunde sind wieder auf Vogelschau

Noch bis Sonntag läuft die Mitmach-Aktion des NABU. Wer eine Stunde lang Vögel zählt, hilft mit, Daten und Hinweise zur Entwicklung der Vogelbestände zu sammeln.
Tobias Lemke Tobias Lemke
In Weisdin hat Hobby-Ornithologe Werner Mösch die Futtergäste an seinem Vogelhaus gezählt. Vorher wurden natürlich Körner und Kerne aufgefüllt.
In Weisdin hat Hobby-Ornithologe Werner Mösch die Futtergäste an seinem Vogelhaus gezählt. Vorher wurden natürlich Körner und Kerne aufgefüllt. Tobias Lemke
Weisdin.

Sperlinge und Meisen bleiben im Garten von Werner Mösch in Weisdin die häufigsten Zaungäste. Der 79-Jährige ist Mitglied im Naturschutzbund (NABU) und liefert auch in diesem Januar wieder Daten für die große Wintervogelzählung, zu der der NABU an diesem Wochenende aufgerufen hat.

Dabei hat das Wetter, das derzeit noch so gar nicht winterlich ist, großen Einfluss auf die Arten, die am Futterhaus des Weisdiners vorbeischauen. „Bergfinken und Erlenzeising sind bislang zum Beispiel noch gar nicht zu sehen. Diese Vögel zieht es erst hierher, wenn im Norden strenger Winter herrscht”, erklärt er.

Goldammer und Neuntöter früher häufiger

Was die absolute Anzahl der beobachteten Vögel betrifft, so kann zumindest Werner Mösch sagen, dass sich die Werte auf dem Niveau der Vorjahre bewegt. Dennoch findet er, dass bezogen auf einen längeren Beobachtungszeitraum die Zahl der kleinen Vögel zurückgegangen sei. „Goldammer oder Neuntöter habe ich hierzulande früher viel öfter beobachtet”, nennt er zwei Beispiele.

Von September bis April zählt Werner Mösch ein Mal pro Monat auch die Wasservögel am Rödliner See, der ein internationales Wasservogelzählgebiet darstellt. Auch dort verzeichne er einen Rückgang der Arten. Es gebe aber auch positive Entwicklungen. Andere Vogelpopulationen, wie etwa beim Seeadler, nehmen wieder zu.

Die Mitmachen-Aktion des NABU läuft noch bis Sonntag, dem 6. Januar. Vögel, die sich in der ausgewählten Stunde am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zeigen, sollen gezählt und dem NABU gemeldet werden. Die Daten können auf der Webseite des Naturschutzbundes eingegeben werden. Dort sind auch Zählhilfen und weitere Infos zu finden.

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