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Strelitzer Vorzeigeverein muss bittere Entscheidung treffen

Welche Auswirkungen die Auflösung der zweiten Mannschaft der TSG Neustrelitz hat, wird sich erst noch zeigen.
Welche Auswirkungen die Auflösung der zweiten Mannschaft der TSG Neustrelitz hat, wird sich erst noch zeigen.
Matthias Schütt

Die Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe: Die TSG Neustrelitz nahm ihre zweite Mannschaft aus dem Spielbetrieb. Der Grund für die Auflösung ist klar und zeichnete sich schon lange ab.

Sonnabend, 4. Juni 2016: Mit einer 1:7-Heimpleite verabschiedeten sich die Verbandsliga-Kicker der TSG Neustrelitz II im letzten Saisonheimspiel von ihren Fans. Trotz der Packung war der Klassenerhalt des Aufsteigers in trockenen Tüchern. Aber schon damals war die Mannschaft zerrüttelt und es zeichnete sich ein personeller Aderlass, sowohl auf als auch neben dem Rasen, ab. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte, es sollte das letzte Heimspiel der TSG-“Zweiten“ auf unbestimmte Zeit sein.

Die TSG-Verantwortlichen um Präsident Hauke Runge haben die zweite Mannschaft am Montag offiziell vom Spielbetrieb abgemeldet und die Truppe, die sowieso nur noch aus vier Spieler bestand, aufgelöst. „Das war die schwierigste Entscheidung die ich in meinen 14 Jahren als Präsident der TSG fällen musste. Wir haben bis zum Ende alles versucht. Das ist ein schwerer Schlag für die ganze Fußballregion“, kommentierte TSG-Präsident Hauke Runge.

Der Grund für den Rückzug der TSG-“Zweiten“, die es seit Jahrzehnten im Neustrelitzer Verein gab, ist der akute Spielermangel. Aus dem Stammkader der Vorsaison standen nur noch Keeper Kevin Nethe, Mittelfeldmann Dennis Ahrndt sowie Stürmer und Kapitän Norman Richter zur Verfügung. Unter diesen personellen Voraussetzungen wäre die Mannschaft, egal was bis zum Saisonstart am Sonnabend passiert wäre, nicht konkurrenzfähig in der höchsten Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns gewesen.