Geschichten
Super-Programm zur Lesenacht in Neustrelitz

Was in Neustrelitz am Sonnabend vorgelesen wird, steht schon längst fest. Ein Super-Programm ist da zusammengestellt worden (Symbolbild).
Was in Neustrelitz am Sonnabend vorgelesen wird, steht schon längst fest. Ein Super-Programm ist da zusammengestellt worden (Symbolbild).
Abstractus Designus

Wer Geschichten liebt, ist am Sonnabend in Neustrelitz richtig. Auch in diesem Jahr locken die Lesenacht-Organisatoren mit so manchen Neuheiten zum Hafen.

Mit dem Titel „Nun schlägt‘s Dreizehn – von Glück und anderen Katastrophen“ geht die altbekannte Neustrelitzer Lesenacht in die nächste Runde. Am Sonnabend, 26. Januar, öffnen rund um den Stadthafen sechs Geschäfte ihre Tore für alle Literaturhungrigen. Getreu dem Motto der dreizehnten Lesenacht ging es im Vorfeld hoch her. Zuerst entfiel die Hafenbahn als Schauplatz, sie muss ausgerechnet in diesem Monat zum Tüv. Nach einigem Überlegen bestellten die Organisatoren des Hans-Fallada-Klubs als Ersatz einen Reisebus, der, gut beheizt, auf dem Parkplatz am Hafen den Nachtschwärmern zur Verfügung stehen wird. Doch damit nicht genug: Es musste ein weiterer geplanter Leseort absagen, etwa zwei Wochen vor der Lesenacht.

Auch noch eine Premiere

So sprang Rainer Fuchs kurzfristig mit seinem Weinweltladen ein. Für das Geschäft in der Zierker Straße ist es eine Premiere. Fuchs selbst ist vertraut mit der Veranstaltung und dem Hans-Fallada-Klub. Vor einigen Jahren stellte er seine ehemaligen Räumlichkeiten als Leseort zur Verfügung. Weiter laden bereits aus vergangenen Lesenächten bekannte Schauplätze ein, als da wären: die Hafengalerie, das Live am Hafen, Shop2rock und das Architekturbüro Heller.

Das Programm der Lesenacht bietet jede Menge literarische Häppchen und Happen für Jung und Alt, von Jürgen von der Lippes „Beim Dehnen singe ich Balladen“ über „Das Parfum“ von Patrick Süskind bis hin zu Stephenie Meyers „Seelen“. Als Leser locken unter anderem alte Hasen wie der Künstler Jochen Lautenschläger mit „Die Frau mit dem Leberfleck“ von Horst Matthies und Schauspieler Michael Kleinert mit „Unterleuten“ von Julia Zeh in den Weinweltladen. Als besonderes Schmankerl liest Katharina Olbert im Shop2rock aus ihrem eigenen Buch, „Bis zum Ende und darüber hinaus“.

Jeder Ort mit eigener Überschrift

Ganz neu für die Neustrelitzer Lesenacht: Ein Buch, „Verzeichnis einiger Verluste“ von Judith Schalansky, erscheint sogar doppelt im Programm, im Live im Hafen und Architekturbüro Heller. „Inge Heuwold und Marieken Matschenz haben das Buch unabhängig voneinander gewählt. Da wollten wir es keinem wieder entreißen“, sagt Cornelia Kestner von Hans-Fallada-Klub.

Erzählungen aus dem Leben bietet Jörg Westphal im Bus mit Feuerwehrgeschichten. Ganz lokal gibt Thomas Rudolf Kraus, Geschäftsführer des Hotels Schlossgarten, im Shop2rock zudem ein Märchen frei nach den Gebrüdern Grimm zum Besten – mit dem Titel „Rapunzel und der Neustrelitzer Schlossturm“. Und Lilly Sauer liest „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ von Susanna Tomaro in der Hafengalerie.

Wie in jedem Jahr steht das Programm eines jeden Veranstaltungsorts im Zeichen einer eigenen Überschrift, passend zum Thema des Abends, der Zahl Dreizehn. Da darf natürlich der Klassiker „Freitag der 13. – Pech gehabt“ nicht fehlen.

Halbstündiger Wechsel

Beginnend um 19 Uhr geben die Leser in einem halbstündigen Wechsel ihre Wahltexte zum Besten. Für 20 Minuten wird gelesen, 10 Minuten haben Besucher Zeit, den Ort zu wechseln, etwas zu trinken oder einfach ein wenig zu plaudern. Am Hafen werden den Besuchern zudem ein Glühweinverkauf und ein gemütliches Lagerfeuer geboten.

Wer eines der Bücher der Lesenacht in seinen eigenen Fundus aufnehmen will, kann sich am Bücherstand in der Hafengalerie eindecken. Das komplette Programm der Lesenacht ist auf der Facebook-Seite des Hans-Fallada-Klubs veröffentlicht und liegt bei den Veranstaltungsorten aus.