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Teuer sanierte Kreis-Immobilien stehen leer

Die Gebäude in der Kreisverwaltung werden nach und nach leer gezogen. Sie sollen neu vermietet werden. Die Parkflächen auf dem Areal und auch die Gebäude selbst sind einst mit Steuergeldern saniert worden.
Die Gebäude in der Kreisverwaltung werden nach und nach leer gezogen. Sie sollen neu vermietet werden. Die Parkflächen auf dem Areal und auch die Gebäude selbst sind einst mit Steuergeldern saniert worden.
Tobias Lemke

Immer mehr Ämter der Kreisverwaltung werden jetzt in Neu­brandenburg konzentriert. Und am Neustrelitzer Regionalstandort bleiben Büroflächen ungenutzt.

Die Kreisverwaltung der Mecklenburgischen Seenplatte dünnt ihre Regionalstandorte weiter aus und konzentriert Fachämter in Neubrandenburg. Im einstigen Mecklenburg-Strelitzer Landratsamt an der Woldegker Chaussee in Neustrelitz stehen mittlerweile zwölf Prozent der Büroflächen leer, die nach 1990 aufwendig saniert wurden.

Noch im Februar werden etwa 30 Mitarbeiter des Sozialamts aus Neustrelitz in die Viertorestadt wechseln. Im März folgt ein Teil der Mitarbeiter des Jugendamtes.

Damit verbleiben in den Häusern der früheren Kreisverwaltung Mecklenburg-Strelitz nur noch wenige Mitarbeiter, so etwa die der Kreistraßenmeisterei, des Bürgerbüros und ein Teil des Jugendamtes. Perspektivisch sollen hier noch 50 bis 60 Mitarbeiter beschäftigt sein. Früher waren es fast 300.

Jobcenter kann Leerstand nicht auffangen

Bereits gleich nach der Kreisgebietsreform war der Landrat nach Neubrandenburg gewechselt. Das Bau- und Umweltamt befindet sich mittlerweile in Waren und das Ordnungsamt in Demmin. Einige der frei gewordenen Neustrelitzer Büroräume wurden bereits vor längerer Zeit vermietet, so zog dort das Jobcenter der Seenplatte ein.

Die Verwaltungsgebäude an der Woldegker Chaussee waren nach 1990 saniert und mit einem aufwendigen Erweiterungsbau mit drei jetzt meist leer stehenden Veranstaltungssälen versehen worden. Zudem entstand auf dem Gelände ein mit EU-Mitteln geförderter Parkplatz.

Wie viel Geld seitens des Landkreises Mecklenburg-Strelitz für die Sanierung ausgegeben wurde und wie hoch die Kreditbelastung darauf noch heute ist, das hat der Nordkurier zwar beim Landkreis angefragt. Eine Antwort blieb dieser aber bis Redaktionsschluss schuldig.

 

Kommentare (1)

Es ist eine riesen Schreinerei was hier in unserem Bundesland vorgeht. Hatte man vor einigen Jahren noch mitgeteilt, dass die Strukturreform Bürgerfreundlich sei, frage ich mich auf welche Art! Das sanierte Gebäude in Neustrelitz steht fast leer und für die maroden Gebäude in Neubrandenburg Oststadt ( ehemals Telekom ) muss Miete gezahlt werden. Ich bin mir sicher dass es mit dem ehemaligen Gebäude in Waren Müritz ähnlich ist. Arbeit und Lebensbedingungen der Mitarbeiter ? Was hat eigentlich der Personalrat dazu gesagt? Die Mitarbeiter , die in die Oststadt ziehen müssen haben sich doch nicht etwa verbessert ?? Auch in der Platanenstraße wo der Landrat sitz muss Miete gezahlt werden!! Was soll das? Man sollte alle Verantwortlichen in Regress nehmen. Auch wird diese Struktur nur auf Kosten des kleinen Mannes gemacht. Wie sonst soll ich mir erklären, dass die Mitarbeiter des Landkreises nun aus Demmin, Waren Müritz und Neustrelitz zum Arbeitsort nach Neubrandenburg fahren müssen. Es ist eine Schande für unsere Demokratie, dass Politiker so etwas entscheiden ohne den Bürger zu fragen. Wir brauchen uns also nicht wundern, dass es solche Veranstaltungen wie „Pegida „ regen Zulauf haben. Die Politiker reagieren an der Realität vorbei. Mit der Polizeistruktureform ist es nicht anders. Die Sicherheit der Bürger spielt nur eine Untergeordnete Rolle. Die Polizeikräfte wird von einem Brennpunkt zum anderen gejagt. Und was lesen wir in der Zeitung? Der Krankenstand ist zu hoch!!! Es geht nur noch ums Geld. Von der Gerichtstrukturreform möchte ich gar nicht sprechen. Armes Deutschland wo sind wir gelandet. „Wir sind das Volk „ , was ist daraus geworden ??? IN