Am Dienstag wurde von tog-Intendant Sven Müller, dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund und tog-Geschäft
Am Dienstag wurde von tog-Intendant Sven Müller, dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund und tog-Geschäftsführer Malte Bähr (von links) das rote Band zur Eröffnung der neuen Werkstatt durchschnitten. Tobias Lemke
Die Halle für die neuen Werkstätten ist in Leichtbauweise entstanden.
Die Halle für die neuen Werkstätten ist in Leichtbauweise entstanden. Tobias Lemke
Eröffnung

Theater-Werkstatt hat nun eine neue Adresse in Neustrelitz

Mit dem neuen Werkstattgebäude wird ein deutliches Bekenntnis für den Theaterstandort Neustrelitz abgegeben. Jetzt wurde die Einweihung gefeiert.
Neustrelitz

Die Kulisse für das Festspielstück „Carmen“ und einzelne Requisiten für die Oper „Sophie Charlotte“ wurden bereits an der neuen Wirkungsstätte gefertigt. „Wir konnten es nicht ganz abwarten“, erklärte Sven Müller, Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (tog), dass die zehn Mitarbeitenden der Werkstätten schon seit Jahresbeginn ihr neues Domizil am Bürgerseeweg in Neustrelitz bezogen haben. Die Einweihung und damit der offizielle Startschuss fielen aber erst am Dienstag in dieser Woche.

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Bekenntnis zum Theater

Mit der neuen Halle sei ein langfristiges Bekenntnis zum Theaterstandort Neustrelitz abgegeben worden, betonte tog-Geschäftsführer Malte Bähr. „Ohne Werkstatt kein Theater“, erklärte auch MV-Kulturministerin Bettina Martin (SPD) in ihrem Videogruß. Die neue Werkstatt sei ein langer Wunsch in Neustrelitz gewesen und könne als „Kind des Theaterpakts“ bezeichnet werden. Darin habe man sich gemeinsam dazu verpflichtet, die bestehende Theaterlandschaft zu tragen.

Alle Gewerke nun unter einem Dach

Mehr als 70 Jahre lang waren die Werkstätten zuvor im Probenhaus gegenüber dem Landestheater untergebracht. Der Ort habe mit seinem Charme und der Nähe zum Theater ihre Vorteile gehabt, gestand Werkstattleiter Dirk Biallas. Insofern sei er mit einem lachenden und einem weinenden Auge umgezogen. Der Neubau sei aber natürlich eine „tolle Sache“, die Arbeitsbedingungen haben sich hier deutlich verbessert, fügt der Tischler mit an. Alle Gewerke arbeiten nun unter einem Dach. Zudem bietet die 1000 Quadratmeter Nutzfläche mehr Platz und Höhe beim Bau der Bühnenbilder.

Im Kosten- und Zeitplan

Fast schon überraschend in heutiger Zeit: Das circa 3,1 Millionen-Euro-schwere Neubauprojekt blieb im Kosten- und Zeitplan. Im November 2020 war Grundsteinlegung und Ende vorigen Jahres größtenteils Fertigstellung. Rund eine Million Euro steuerte das Land und 800 000 Euro die Stadt Neustrelitz bei. Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund (parteilos) sieht die Struktur in Sachen Theater in der Stadt nun gut aufgestellt – und zwar mit sanierter Spielstätte, neuer Werkstatt und derzeit noch in der Sanierung befindlichem Marstall. Grund regte zudem einen baldigen Tag der offenen Tür an, bei dem auch die Öffentlichkeit wie in den Vorjahren mal hinter die Kulissen der Werkstatt schauen kann.

 

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