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Tierfreunde retten Rehkitze vor Erntemaschinen

Mähdrescher sind für Rehkitze der Tod. Damit die Tierbabys nicht zerhackt werden, gibt es einige Rettungsaktionen. Eine Familie in Carwitz rettet jedes Jahr kleine Rehe.
Auf einer Wiese in Carwitz hat sich dieses Rehkitz im hohen Gras versteckt.
Auf einer Wiese in Carwitz hat sich dieses Rehkitz im hohen Gras versteckt. privat
Carwitz ·

Mit der Getreideernte beginnt wieder die Zeit, in der Tausende Rehkitze getötet werden. Sie verstecken sich in hohem Getreide oder Gras vor Feinden. Gegen das ausladende Mähwerk und die scharfen Messer der Erntemaschinen hilft den Tierbabys ihr Versteck allerdings nichts. Sie werden geschnitten und zerhäckselt, schwer verletzt oder getötet. Junge Rehkitze sind kleiner als eine Katze. Wer ihre hilflosen Blicke und herzzerreißenden Schreie einmal erlebt hat, vergisst sie nie.

Um die Tiere zu schützen, bilden sich vereinzelt Initiativen. Manche Bauern lassen Erntehelfer vor den Mähdreschern herlaufen, die Kitze und Häschen einsammeln. Es gibt auch erste Unternehmen, die einen Rehkitzrettungsdienst aus der Luft anbieten. Mit Drohnen suchen sie die Felder ab, bevor die Mähdrescher anrücken. Auch Privatleute können etwas tun.

Eine Familie in Carwitz zum Beispiel mäht zwei Mal im Jahr ihre Weide. Bevor die Mähmaschine kommt, suchen Helfer die Fläche ab. Wird ein Kitz gefunden, wird es mit Handschuhen oder dicken Grasbüscheln hochgehoben, in einen Laubsammelbehälter gesetzt und in Sicherheit gebracht. Nach der Mahd wird es zurückgesetzt. Die Mutter holt ihr Junges dann schnell wieder ab. Sie hat es aus sicherer Entfernung beobachtet und die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen.

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