KEIN PLATZ MEHR FREI

Tierheim Neustrelitz völlig überfüllt

35 Katzen warten in der Neustrelitzer Auffangstation auf ein Zuhause. Das sind viel mehr, als die Einrichtung verträgt.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Tierheimleiterin Monique Schwarz streichelt zwei Katzenwelpen, die zusammen mit  weiteren Katzen und Katern auf ein schönes Zuhause hoffen.
Tierheimleiterin Monique Schwarz streichelt zwei Katzenwelpen, die zusammen mit weiteren Katzen und Katern auf ein schönes Zuhause hoffen. Susanne Böhm
Dobermann Aron leidet sehr unter dem Leben in Zwinger. Er wartet auf ein Zuhause mit viel Bewegung und Beschäftigung.
Dobermann Aron leidet sehr unter dem Leben in Zwinger. Er wartet auf ein Zuhause mit viel Bewegung und Beschäftigung. Tierschutzverein
Schäferhündin Scicca ist lieb und anhänglich, trotzdem ist sie schon zum zweiten Mal im Tierheim.
Schäferhündin Scicca ist lieb und anhänglich, trotzdem ist sie schon zum zweiten Mal im Tierheim. Tierschutzverein
Neustrelitz.

Im Tierheim in Neustrelitz schnurrt und mauzt es aus 35 Kehlen. Die Auffangstation für Tiere erlebt zurzeit eine Katzenschwemme. „Davon sind alle Tierschutzvereine in Neustrelitz betroffen“, sagt Vereinsvorsitzende Corinna Bahr. Die Zahl heimatloser Katzen habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen und steige weiter. „Nicht kastrierte Katzen vervierfachen sich innerhalb eines Jahres. Das ist ein Problem, das auf Bundesebene gelöst werden muss. Gelder müssen bereitgestellt werden. Solange die Gemeinden keine Kastrationspflicht für Katzen bekommen, ist die Lage nicht in den Griff zu kriegen.“

Im Tierheim werden alle Tiere kastriert, bevor sie vermittelt werden. Doch obwohl das Heim jährlich Hunderte Tiere aufnimmt, sei die Zahl der Kastrationen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Katzen sind sehr schwer zu vermitteln.“ Im Tierheim ist kein Platz für weitere Katzen.

Futterspenden gewünscht

Stattdessen bitten die Tierschützer dringend um Futterspenden. Auch Arbeitskraft wird dringend gebraucht. Und Menschen, die bereit sind, ein Tierheimtier aufzunehmen. Corinna Bahr liegen nicht nur Katzen, sondern auch Hunde am Herzen, zum Beispiel Dobermann Aron und Schäferhündin Scicca.

Wer die Hunde oder die vielen anderen Tiere kennen lernen möchte, hat am Sonnabend, 7. Oktober, eine gute Gelegenheit. Von 10 bis 16 Uhr lädt die Einrichtung in der Rudower Nebenstraße 2 zum Herbstfest ein. Das Tierheim hat montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 15 Uhr und an Feiertagen von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Besuche zu anderen Zeiten können vereinbart werden unter 03981 400850.

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Kommentare (2)

Und wer kommt dafür auf? Der Steuerzahler. So herzlos es auch klingen mag aber wenn schon die Aussage kommt "Katzen sind sehr schwer zu vermitteln.“ Im Tierheim ist kein Platz für weitere Katzen,dann sollte man vielleicht auch mal darüber nachdenken diese einzuschläfern. Nicht etwa um Platz für neuen Nachschub zu schaffen sondern um eine gewisse Kostenkontrolle der eigenen Mittel zu garantieren. So muss man nicht permanent mehr Geld vom Bund/Land fordern bzw die Bevölkerung zu Futterspenden motivieren.

Für dich haben wir auch kein platz.Melde dich mal im Krankenhaus zum Einschläfern