SCHWIERIGER TRANSPORT

Tonnenschwerer Riesen-Findling nach Feldberg gebracht

Im Kieswerk Steinwalde ist es erst im zweiten Anlauf gelungen, den mehr als 24 Tonnen schweren Stein aufzuladen und dann nach Feldberg zu bringen.
Von Ulrich Krieger Von Ulrich Krieger
Marlies Steffen Marlies Steffen
Der riesige Findling wurde im Kieswerk Steinwalde auf einen Schwerlasttransporter geladen.
Der riesige Findling wurde im Kieswerk Steinwalde auf einen Schwerlasttransporter geladen. Ulrich Krieger
Feldberg.

Erleichterung bei allen Beteiligten: Das Findlingsschwergewicht aus dem Kieswerk Steinwalde ist auf dem Feldberger Reiherberg angekommen. Zwei Versuche waren dafür notwendig. Im ersten Anlauf war das Unterfangen bereits im Kieswerk gescheitert, weil sich der Brocken als zu schwer erwies und der Kran auf dem vorhandenen Untergrund nicht genügend Standfestigkeit hatte.

Für den zweiten Versuch der Verladung des mehr als 24 Tonnen wiegenden Steins hatten die Mitarbeiter des Kieswerkes Steinwalde am Rand von Neustrelitz gute Vorarbeit geleistet und die Fläche für den Kran extra mit einer Tragschicht versehen. Vier, je ein Quadratmeter große Betonplatten, auf denen die Stützen der schweren Maschine abgesenkt wurden, verteilten die Last zusätzlich.

Findling stammt aus Skandinavien

Und die Last war nicht ohne, handelte es sich doch um einen Småland Granit, den die Eiszeit aus dem hohen Norden bis Neustrelitz geschoben hatte. „24,5 Tonnen zeigte mein Messgerät“, bestätigte Kranführer Ronny Kippel. Das Aufladen gelang bei dieser zweiten Aktion und auch der Transport nach Feldberg ging über die Runde. Inzwischen hat der Stein seinen Platz gefunden. Es war ein Kraftakt, der den Beteiligten alles abverlangte, erfuhr der Nordkurier. Die von dem Naturschützer Erwin Hemke angeregte Aktion war auf eine große Hilfsbereitschaft einer Transport- sowie einer Kranfirma aus der Region gestoßen.

Der Findling steht jetzt auf dem Reiherberg. Mit ihm soll der Feldberger Naturschützer und Heimatforscher Reinhard Barby (1887 bis 1974) geehrt werden. Der Stein wird zum Kreiswandertreffen am 1. Juni seiner Bestimmung übergeben. Eine Wandertour mit dem Usadeler Diplomgeologen Klaus Granitzki wird direkt zu dem Findling führen.

Ehrenbürger von Feldberg

Barby interessierte sich ab Mitte der 1930er Jahre für die Feldberger Seenlandschaft. 1934 hatte er dort ein Grundstück erworben. Im Jahr 1947 errichtete er in Feldberg eine Wetterstation. Barby arbeitete auch als Naturschutzbeauftragter des Kreises Neustrelitz. Seine Verdienste wurden so hoch eingeschätzt, dass er im Jahr 1969 Ehrenbürger Feldbergs wurde. Sein Wissen verarbeitete der Naturschützer und Heimatforscher in zahlreichen Publikationen. Sein Nachlass befindet sich im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz.

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