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Touristische Partner ab 1. Mai vereint

Fast Hand in Hand, denn einer macht’s mit links: Die Verbandsvorsitzenden Wolf-Dieter Ringguth (links) und Alexander Winter bei der Unterzeichnung des Geschäftsbesorgungsvertrages.   FOTO: Schulz

Von unserem RedaktionsmitgliedSusanne SchulzDie Verbände Seenplatte und Mecklenburgische Schweiz verschmelzen ihr operatives Geschäft. Perso-nell kaum ...

Von unserem Redaktionsmitglied
Susanne Schulz

Die Verbände Seenplatte und Mecklenburgische Schweiz verschmelzen ihr operatives Geschäft. Perso-
nell kaum verstärkt, setzt das künftige Kompetenz-
zentrum auf Spezialisierung.

Neubrandenburg.Einen großen Kreis zieht Kersten Jens Koepcke, wenn er sein künftiges „Einzugsgebiet“ beschreibt: Von Sternberg im Nordwesten geht’s über Teterow bisDemmin, über Friedland und Neubrandenburg bis zurFeldberger Seenlandschaft, am Südrand bis Rheinsberg und weiter über Plau am See, Krakow und Güstrow fühlt sich der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte zuständig für rund 450 Mitglieder, wenn die nun perGeschäftsbesorgungsvertrag besiegelte Fusion mit dem Verband Mecklenburgische Schweiz vollendet ist.
Die Vertragsunterzeichnung imLandeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz leitet mit der Zusammenführung des „operativen Geschäfts“ dienächstePhase des Zusammenwachsens ein, bestätigt GeschäftsführerKoepcke. Zum 1. Mai gehen Aufgaben und Budget des Schweiz-Verbandes an den Seenplatten-Partner über, der sich als Kompetenz-Zentrum für die ganze Region profilieren will.
Indes legen beide Wert darauf, dass es sich um eine Fusion „auf Augenhöhe“ handelt. „Die Verhandlungen wurden absolut gleichberechtigt geführt“, betont Alexander Winter, Vorsitzender des Verbandes Mecklenburgische Schweiz. So sei auch die Frage des künftigen gemeinsamen Standorts wieder offen, nachdem zuletzt das vorhandene Seenplatten-Büro in Röbel favorisiert worden war. „Bei der Entscheidung geht es nicht nur pragmatisch um Fakten, sondern auch um das Bauchgefühl“, erklärt der dortige, bei der Mitgliederversammlung soeben mit großer Mehrheit wiedergewählte Vorsitzende Wolf-Dieter Ringguth.
„Die anderen Verbände im Land schauen auf uns“, ist Winter überzeugt und verweist auf den Modellcharakter der Fusion, von der sich die Partner größere Wirksamkeit und Reichweiten versprechen. „Bisher machen beide Geschäftsstellen mit wenig Personal jeweils alles“, erklärt Koepcke. „Viel mehrPersonal haben wir auch künftig nicht, können aber durch Spezialisierungetwa beim Online-Marketing oder bei der Gastgeberzertifizierung effektiver arbeiten.“ Dies soll ab 1.Juli endgültig Gestalt annehmen, wenn die Geschäftsstelle in Malchin aufgegeben wird und die Partner mitsieben Mitarbeitern zusammenziehen.
Mehr als 300 Mitglieder bringt der Verband derSeenplatte, mehr als 100 jener der Mecklenburgischen Schweiz in die „Ehe“ ein. ImAuftrag all dieser Tourismusbetriebe gilt es Gäste in die Region zu locken und Angebote über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen. Immerhin handelt es sich hier, soKoepcke, um „eines der abwechslungsreichsten Urlaubsziele in Deutschland“. Sie soll künftig unter der Dachmarke Seenplatte vermarktet werden.

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susanne.schulz@nordkurier.de