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Wasserschutzpolizei

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Zwei Verletzte nach Unfall in Mirower Schleuse

In der Mirower Schleuse kam es zu einem Auffahrunfall zweier Boote (Symbolfoto).
In der Mirower Schleuse kam es zu einem Auffahrunfall zweier Boote (Symbolfoto).
Bernd Wüstneck

Eigentlich wollte ein Bootsführer in der Mirower Schleuse zurücksetzen. Doch dann fuhr das Schiff vorwärts - mit heftigen Folgen.

Bei einem Bootsunfall in der Mirower Schleuse am Mittwochnachmittag haben zwei Personen leichte Verletzungen erlitten und es entstand ein hoher Sachschaden.

Eine Person klagte infolge des Unfalls über leichte Kopfschmerzen, mehrere Schürfwunden sowie eine Beule am Kopf. Sie war während der Kollision kopfüber vom Boot gestürzt und auf einem befestigten Gehweg aufgeschlagen, der parallel zur Schleusenkammer verläuft. Ein anderes Besatzungsmitglied wies Brandwunden in den Händen auf. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser nach Waren und Neustrelitz gebracht.

Nach Aussagen der Wasserschutzpolizei ist ein Sportboot einem anderen, das schon in der Schleusenkammer war, von hinten aufgefahren und hat es dadurch auf das Schleusentor aufgeschoben. Ursache könnte ein technischer Defekt in der Steuerung des aufgefahrenen Bootes sein. Denn der Bootsführer wollte zurücksetzen, fuhr aber vorwärts. Ein Sachverständiger vor Ort stellte später fest, dass es ein technisches Problem am Gestänge des Bowdenzuges gegeben haben könnte.

Schleuse beschädigt, aber weiter funktionstüchtig

Nach ersten Erkenntnissen wurde auch der Laufsteg auf einem Schleusentor dermaßen deformiert, dass eine Funktionsüberprüfung der gesamten Schleusenanlage durchgeführt werden musste. Die Schleuse Mirow ist weiterhin funktionstüchtig, jedoch könnte es in absehbarer Zeit zu kurzfristigen Arbeitseinsätzen und Sperrungen der Schleuse Mirow kommen.

Zudem entstand an beiden beteiligten Motoryachten beträchtlicher Sachschaden. An dem Einsatz waren zwei Besatzungen der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren, zwei Rettungswagen sowie ein unterstützender Funkstreifenwagen des Polizeireviers Röbel beteiligt. Zur Begutachtung des technischen Sachschadens an der Schleusenanlage kam ferner das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde zum Einsatz.

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern noch an. Zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.