Sanierung

:

Unteres Schloss: Bekommt Mirow ein Luxus-Hotel für 30 Millionen Euro?

Das Untere Schloss in Mirow steht seit Jahren leer.
Das Untere Schloss in Mirow steht seit Jahren leer.
Susanne Böhm

Eine Gruppe von Investoren und Projektentwicklern hat prunkvolle Visionen für die seit vielen Jahren leer stehenden Gebäude in Mirow.

Eine luxuriöse Hotelanlage mit Schwimmbad, Schlosslobby, Schlossrestaurant, Konferenz- und Bankettsaal, Schlosssuiten, königlicher Chillout-Lounge, Skulpturenpark, Bootsanleger, Wellness- und Gymnastikbereich, Apartments, Ferienhäusern, Badewiese, Schlossterrasse, Tiefgarage und mehr – dafür ist das Untere Schloss mit seinen Nebengebäuden und dem Wassergrundstück in Mirow wie geschaffen. Das findet eine Gruppe von Investoren und Projektentwicklern, die aus den maroden Gebäuden am Mirower See das Royal Mirowsee Palais Königin Sophie Charlotte machen will.

Clemens Adam, Gerhard Jung und Andreas Krause von den Unternehmen Immoundplan Projektgesellschaft mbH aus Freigericht (Hessen) und Krause Architects aus London stellten der Mirower Stadtvertretung das Vorhaben vor und warben um Zustimmung. Demnach möchten Investoren, die noch nicht öffentlich genannt werden wollen, und ein Betreiber, der ebenfalls nicht öffentlich in Erscheinung treten möchte, mindestens 30 Millionen Euro in das Ensemble investieren und eine gehobene Hotelanlage betreiben. „Vom Dornröschenschlaf zum Grand Palais. Wir haben uns in das Ensemble und seine Prinzessin Sophie Charlotte verliebt und erkannt, was sich daraus machen lässt. Ziel ist, dass die königliche Familie zur Eröffnung erscheint“, erklärte Clemens Adam. Stimmen die Stadtvertreter zu, ist Mitte 2018 Baubeginn, sagte er.

Von einer Entscheidung sind die Stadtvertreter weit entfernt. Sie beschlossen, dass zunächst in nicht öffentlicher Runde die Investoren und der Betreiber genannt werden müssen, bevor sie weiter über das Vorhaben nachdenken.