Die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH in der Adolf-Friedrich-Straße wird als mögliche Verursacherin für den Ga
Die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH in der Adolf-Friedrich-Straße wird als mögliche Verursacherin für den Gasgeruch, der sich in Neustrelitz verbreitet, in Betracht gezogen. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken versucht das langjährig ansässige Unternehmen, den Fall abzuklären. Jana Schrödter
Geruchsbelästigung

In Neustrelitz stinkt’s – doch die Bahn-Firma will’s nicht gewesen sein

Die Ursache für den Gasgeruch in Neustrelitz ist noch nicht gefunden. Die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH setzt alles daran, die Quelle zu finden.
Neustrelitz

Die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz war in den vergangenen Tagen zusammen mit den Stadtwerken in der Residenzstadt unterwegs, um der Ursache des Gasgeruches in etlichen Straßen auf die Spur zu kommen. Die Feuerwehr vermutete, dass der Gestank in Zusammenhang mit der Ostmecklenburgischen Bahnwerk GmbH stehen könnte.

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Erst kürzlich war ein Prüfer da

Das Unternehmen weist nunmehr daraufhin, dass es selbst daran interessiert sei, umweltgerecht und -konform tätig zu sein. Erst am Montag, dem 23. Mai, sei ein externer Prüfer vor Ort gewesen, um das Umweltmanagementsystem der Firma zu zertifizieren. „Wir führen ein Gefahrstoffverzeichnis und haben unabhängig davon weitestgehend alle Gefahrstoffe durch unschädliche Stoffe substituiert“, heißt es von Werkstattleiterin Daniela Grote. „Wir leiten keinerlei Abwasser oder sonstige Stoffe ins Abwassersystem ein, die nicht über Öl-, Benzin- und Koaleszenzabscheider sowie über unsere Abwasseraufbereitung gegangen sind“, so Grote weiter.

Firma weist die Vorwürfe zurück

Das Abscheidesystem werde monatlich sowie halbjährlich durch eine unabhängige Fremdfirma geprüft, gewartet und beprobt. Beprobungen des Abwassers im Zusammenhang mit dem Gasgeruch würden seit mehreren Jahren laufen. Jedoch erst mit Anfang des Jahres sei es mit Unterstützung einer externen Fachfirma gelungen, an die renommierten Labore zu gelangen. Die dort eingeschickten Proben seien bisher unauffällig, was Giftigkeit oder sonstige Umweltschädlichkeit angehe, aber noch nicht vollumfänglich hinsichtlich des Geruchs ausgewertet, heißt es von der Ostmecklenburgischen Bahnwerk GmbH.

Das Unternehmen finanziere sogar einen externen Doktor der Chemie, der seit Beginn des Jahres 2022 bei der Beprobung und Ergründung der Ursache der Geruchsentstehung unterstütze. „Solange diese nicht bei uns nachzuweisen ist, müssen wir die Vorwürfe zurückweisen, sind allerdings selbst stark an einer Aufklärung interessiert“, sagt die Werkstattleitung. „Wir haben bereits das Abwassernetz molchen, also innerhalb der Rohre verfolgen lassen, um weitere Einleiter in unser System auszumachen oder eben ausschließen zu können“, heißt es von Grote. Die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH stehe in engem Kontakt mit den Stadtwerken, um den Fall aufzuklären.

 

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