Übernahme

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US-Gigant hat Fahrzeugewerke Neubrandenburg gekauft

Die Neubrandenburger Fahrzeugwerke wurden von dem US-Konzern General Dynamics gekauft.
Die Neubrandenburger Fahrzeugwerke wurden von dem US-Konzern General Dynamics gekauft.
NK-Archiv

Ein riesiger US-Konzern hat die Fahrzeugwerke Neubrandenburg gekauft. Das traditionsreiche Unternehmen mit drei Standorten in der Region hofft nun auf viele neue Stellen.

Dem US-Rüstungskonzern General Dynamics gehören ab sofort die Fahrzeugwerke Neubrandenburg (FWW). Das Unternehmen bestätigte dem Nordkurier am Dienstagabend eine entsprechende Meldung auf der Internetseite des US-Konzerns. Weitere Informationen stellte FWW für Mittwoch in Aussicht.

Der Verkauf sei bereits vor einigen Tagen vollzogen worden, hieß es zudem. FWW hat Standorte in Oertzenhof (ein Ortsteil von Woldegk), Strasburg (Uckermark) und Neubrandenburg.

Konzern kündigt neue Jobs an

General Dynamics gehört zu den Elefanten auf dem weltweiten Rüstungsmarkt. In einer Mitteilung des US-Konzerns heißt es, der Kauf von FWW sei ein „wichtiger Schritt zur Erweiterung der Präsenz, Leistungsfähigkeit und des Kundenangebots von General Dynamics in Deutschland.”

Der FFW-Chef und bisherige Eigentümer, Thomas Bockhold, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, es sei für ihn „von entscheidender Bedeutung” gewesen, einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Partner zu finden, „der das Unternehmen sichert und weiterentwickelt und sich weiterhin für die Region Mecklenburg-Vorpommern engagiert.” Man wolle einen starken Dienstleister für die Bundeswehr bilden.

Bis zu 1000 FWW-Arbeitsplätze in Neubrandenburg?

Der NDR zitierte Bockhold zudem mit den Worten, er sehe gute Chancen, den Neubrandenburger Standort auf bis zu 1000 Mitarbeiter zu erweitern. Bislang sind es etwa 240.

Stimmen Bockholds Prognosen, könnte sich das Unternehmen zu einem der größten Arbeitgeber im gesamten östlichen Mecklenburg-Vorpommern mausern. Gänzlich unplausibel wirkt der Plan zumindest auf den ersten Blick nicht: FFW ist auf Wartung, Reparatur und Instandsetzung von Militärfahrzeugen spezialisiert.

Angesichts der stetig steigenden Verteidigungs-Budgets nahezu aller NATO-Staaten und besonders der Bundeswehr wirken erhebliche Steigerungen in dem Segment nicht abwegig.

Kommentare (1)

Statt Abrüstung unterstützt man wieder einen Kriegstreiber. Reicht nicht schon die Pleite in Wolgast??? Typisch Deutsch - nix aus der Geschichte lernen....