LANDESIMMOBILIE

Vor Parkhaus-Verkauf wird das Nötigste geflickt

Noch ist das letzte Domizil des Herzogs, das Parkhaus in Neustrelitz, in Landeshand. In diesem Jahr wird es einige Sicherungsarbeiten im und am historisch wertvollen Gebäude geben. Fest steht aber: Die Villa wird definitiv wieder verkauft.
Vor der Übergabe ans Land Mecklenburg-Vorpommern hatte Ex-Hausherr Kai-Alexander Schlevogt im vorigen Sommer die Villa zu
Vor der Übergabe ans Land Mecklenburg-Vorpommern hatte Ex-Hausherr Kai-Alexander Schlevogt im vorigen Sommer die Villa zur Besichtigung für die Öffentlichkeit geöffnet. Tobias Lemke
Unter anderem die Dachentwässerung muss repariert werden. In den Dachrinnen wachsen Bäume.
Unter anderem die Dachentwässerung muss repariert werden. In den Dachrinnen wachsen Bäume. Tobias Lemke
Neustrelitz.

Die Entscheidung ist wohl unumstößlich. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sieht keine eigenen Nutzungsmöglichkeiten für das Parkhaus in Neustrelitz. „Die Landeshaushaltsordnung schreibt vor, dass wir uns von Gebäuden trennen müssen, für die wir aktuell und perspektivisch keine Verwendung haben“, sagt Stefan Bruhn, Pressesprecher im Schweriner Finanzministerium. Für die Unterbringung von Landesbehörden beispielsweise werde das Parkhaus weder aktuell noch perspektivisch gebraucht.

Erste Interessenten haben schon angeklopft

Damit ist klar, dass das Land die Immobilie wieder abstoßen, sprich verkaufen will. Ein entsprechendes Exposé sei in Vorbereitung. Auch habe es bereits erste Interessenten gegeben, die schon angeklopft haben. „In der jüngeren Vergangenheit gab es zwar bereits erste Gespräche mit potenziellen Interessenten, allerdings führten diese noch nicht zu einem Kaufabschluss“, erklärt Bruhn.

Das Land hatte im Vorjahr die herrschaftliche Villa in der Neustrelitzer Parkstraße vom Vorbesitzer Kai-Alexander Schlevogt zurückgekauft. Der war mit seinen Plänen für eine Business-School gescheitert. Weil sich das Land beim Verkauf der Immobilie 2003 eine Rückkaufsklausel vorbehalten hatte, konnte das Geschäft rückabgewickelt werden. Das Palais war das letzte Wohnhaus des Mecklenburg-Strelitzer Großherzogs Adolf Friedrich VI.

Kleine Bäume in den Regenrinnen

Bis ein erneuter Verkauf über die Bühne gehen kann, sollen im Auftrag des Landes in diesem Jahr aber noch Reparatur- und Sicherungsarbeiten ablaufen. Vor dem Winter wurde bereits die Heizungsanlage repariert und in Betrieb genommen, damit ein Frostschutz gewährleistet werden konnte. Erledigt wurden außerdem einige Baumpflege- und Baumfällarbeiten sowie verschiedene Verkehrssicherungsmaßnahmen am Gebäude.

Weitere Arbeiten seien für dieses Jahr geplant, so Bruhn. Notwendig sei etwa eine Reparatur der Dachentwässerung. In einigen Regenrinnen wachsen sogar schon kleine Bäume. Auch die Sicherung der Terrasse und der Balustrade auf der Rückseite des Hauses steht noch auf dem Plan. Einzelne Baluster der Terrassen-Einfassung sind bereits in den Park gestürzt. An der Fassade gilt es zudem, die Steinvasen zu sichern. Des Weiteren seien Arbeiten zur Sicherung an Fensteröffnungen im Kellergeschoss und im Erdgeschoss nötig, das Gelände müsse ordentlich eingezäunt werden und es habe eine Prüfung und Sicherung der Elektroanlage zu erfolgen, berichtet Bruhn.

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