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Waschbärabschuss fast verdoppelt

VonTobias LemkeDie Ausbreitung des kleinen räuberischen Tiers spiegeltdie Statistik der Jägerschaft in der Mirower Heide wieder.Mirow/Wesenberg.Die ...

VonTobias Lemke

Die Ausbreitung des kleinen räuberischen Tiers spiegelt
die Statistik der Jägerschaft in der Mirower Heide wieder.

Mirow/Wesenberg.Die Ausbreitung des Waschbärs wird auch anhand der aktuellen Jagdstatistik der Hegegemeinschaft Mirower Heide deutlich. Diese zog nach dem Ende des Jagdjahres am
31. März nun Bilanz. Wurden in der Saison 2011/12 noch 192 Waschbären erlegt, so finden sich auf der jüngsten Liste nun 361 Tiere wieder. Die größere Anzahl sei nicht etwa mit einem Anstieg der Jagden, sondern damit zu erklären, dass sich der Waschbär wirklich zunehmend ausbreite, erklärte Angela Wilke, Vorstandsvorsitzende der Hegegemeinschaft.
Macht in anderen Regionen des Landes zudem die rasante Vermehrung der Wildschweine Probleme, so gebe es damit im westlichen Mecklenburg-Strelitz keine Schwierigkeiten. „Bei uns tritt temporär und territorial eher zu viel Damwild auf“, sagte Wilke dem Nordkurier. Da sich hier viel Wald mit Feldern abwechseln, biete die Region einen guten Lebensraum. Die Statistik des abgelaufenen Jagdjahres listet somit eine Strecke von 79 Stück Rotwild, 894 Stück Damwild und
616 Stück Schwarzwild auf.
Eine nicht allzu erfreuliche Spitzenposition nimmt Mecklenburg-Strelitz daher auch in der Unfallstatistik mit Wildtieren ein. Zwar liege gerade auf stark frequentierten Straßen ein Hauptaugenmerk der Waidmänner und -frauen, dennoch sei die sicherste Variante einem Unfall vorzubeugen das vorsichtige Fahren, appellierte Wilke an die Autofahrer.
In der Hegegemeinschaft Mirower Heide sind circa
100 Jäger aus 62 Jagdbezirken in der Region um Mirow und Wesenberg sowie zwischen dem Müritz Nationalpark im Norden und der brandenburgischen Grenze im Süden zusammengeschlossen. Das Gebiet umfasst rund
24500 Hektar.

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t.lemke@nordkurier.de