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Weiterer Verdächtiger im Neustrelitzer Sprengstoff-Fall

In einem Mehrfamilienhaus in der Nähe des Glambecker Sees wurde ein illegales Sprengstofflabor ausgehoben. Die Ermittler untersuchen immer noch die Machenschaften.
In einem Mehrfamilienhaus in der Nähe des Glambecker Sees wurde ein illegales Sprengstofflabor ausgehoben. Die Ermittler untersuchen immer noch die Machenschaften (Archivbild).
Zoll/Archiv

Die Machenschaften um ein illegales Sprengstofflabor in Neustrelitz werden weiter untersucht. Nun ist noch eine Person in den Fokus der Fahnder geraten.

Die Ermittlungen gegen einen 25-jährigen Neustrelitzer, in dessen Wohnung im Sommer ein illegales Sprengstofflabor entdeckt worden war, sind noch nicht abgeschlossen. Dies teilte auf Anfrage des Nordkuriers der leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Zeisler mit. Das Zollfahndungsamt war dem Neustrelitzer im Rahmen einer größeren Ermittlung auf die Spur gekommen. Der 25-Jährige hatte im Keller eines Mietshauses in der Nähe des Glambecker Sees eine Bombenwerkstatt eingerichtet. 40 Kilogramm illegale Böller und mehr als 25 Kilogramm Chemikalien in flüssiger und pulverisierter Form hatte er dort gelagert. Aus den Chemikalien lasse sich Sprengstoff herstellen, teilte das Zollfahndungsamt Hamburg mit.

Verbotene Waffen beschlagnahmt

Neben der Laborausrüstung fanden die Beamten auch einen Industriebackofen und ein professionelles Zündpult. Nach Einschätzung eines Chemikers hätte mit den Chemikalien das Mehrfamilienhaus gesprengt werden können. Außerdem beschlagnahmten die Zöllner verbotene Waffen, unter anderem ein Würgeholz sowie geringe Mengen Rauschgift. Mittlerweile richte sich das Ermittlungsverfahren gegen eine weitere Person, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen liegen weiter in der Hand des Zollfahndungsamtes, so Oberstaatsanwalt Zeisler.