KOMMUNALWAHL

Wenig Frauen wollen in der Strelitzer Politik mitmischen

Die ersten Kandidaten für die Sitze in Stadt- und Gemeindeparlamenten stehen fest. Dabei gibt es die eine oder andere Überraschung.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Marlies Steffen Marlies Steffen
Am 26. Mai wird gewählt.
Am 26. Mai wird gewählt. Boris Zerwann
Seenplatte.

Die ersten beiden Wahlausschüsse in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte und der Feldberger Seenlandschaft haben am Dienstagabend ihre Arbeit getan. Die Kandidaten um die Bürgermeisterposten und die Sitze in den Stadt- oder Gemeindevertretungen sind zugelassen. Bei der Prüfung der Unterlagen hatten die Ausschussmitglieder keine Beanstandungen, teilte Petra Mewes, Wahlleiterin in der Kleinseenplatte, mit. Auch in Feldberger Seenlandschaft konnten alle Kandidaten problemlos zugelassen werden, informierte Wahlleiter Reiner Stöhring.

Die Altersklassen der Kandidaten sind dabei ausgewogen. Von jungen Neueinsteigern bis zu den alten Hasen ist jedes Semester vertreten. Allerdings wollen auffallend wenig Frauen in der Kommunalpolitik mitmischen.

 

Mirow

Überraschung in Mirow: Aus der Kleinstadt stellt sich kein einziger Kandidat zur Wahl um das Bürgermeisteramt. Dafür wollen sich zwei Kommunalpolitiker aus den zu Mirow gehörenden Ortsteilen Granzow und Leussow als Bürgermeister für die Region einsetzen:

Henry Tesch (CDU, Jahrgang 1961, Lehrer aus Leussow) und Ralf Dorn (FDP, Jahrgang 1969, Forstwirt aus Granzow) stellen sich am 26. Mai zur Wahl.

Ralf Dorn engagiert sich seit Jahren in der Mirower Stadtvertretung. Henry Tesch ist ebenfalls seit Jahren Stadtvertreter und ist seit dem Rücktritt von Karlo Schmettau amtierender Bürgermeister.

Für die Mirower Stadtvertretung hat die CDU zwölf Kandidaten aufgestellt, die FDP elf, die SPD fünf, Die Grünen vier, die AfD drei und Die Linke einen. Außerdem stellt sich ein Einzelbewerber zur Verfügung. In Mirow stehen relativ viele neue Namen auf der Liste.

CDU: Henry Tesch, Martina Heyden-Smentek, Frank Rahn, Frank Thederan, Stefan Müller, Kevin Jachtner, Christine Kittendorf, Kevin Lierow, Konstantin Tiedt, Sven Pingel, Anke Schwirrath, Matthias Krumm

Die Linke: Waltraud Fahrnow

SPD: Ortrud Poltier, Jörg Vick, Rolf Vehland, Bernd Schwenke, Helmut Soltner

Bündnis 90/Die Grünen: Fabian Malt, Tobias Müller-Deku, Falk May, Michael Hermann

AfD: Stefan Räder, Christoph Manthey, Bernadett Räder

FDP: Ralf Dorn, Karlo Schmettau, Gabriele Haack, Hartwig Grählert, Andrea Nemecz, Anja Hartmann, Melanie Butte, Liane Hildebrandt, Michael Lindstaedt, Stefan Grählert, Conny Heyden

Einzelbewerber: Uwe Fischer

 

Wesenberg

In Wesenberg stellen sich vier Männer zur Wahl um den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters:

Steffen Rißmann (CDU, Betriebswirt aus Wesenberg), Kai Schöpke (BfW/Die Grünen, Polizeibeamter aus Wesenberg), Heino Rechlin (Die Linke, Ingenieur aus Zirtow), Björn Eckardt (AfD, Wissenschaftlicher Mitarbeiter aus Strasen).

Für die Wesenberger Stadtvertretung schickt die CDU elf Kandidaten ins Rennen, Die Linke sechs, die SPD einen, die AfD einen und BfW/Die Grünen ebenfalls einen.

CDU: Steffen Rißmann, Thomas Splett, Harry Frank, Thomas Zander, Volker Bartelt, René Töllner, Kirsten Meincke, Erich Falkenberg, Ols Plantikow, Silvio Browarzik, Simone Rebom

Die Linke: Heino Rechlin, Elke Peters, Bettina Maier, Egbert König, Sebastian Engel, Sigrid Richter

SPD: Brunhilde Dittrich

AfD: Björn Eckardt

BfW/Grüne: Kai Schöpke, Martin Bork, Peggy Sarodnik, Bernd Buhrow, Mandy Schöniger, Marko Schulz, Uwe Gestewitz, Jacqueline Schnur, Fred Zell, Jana Birke

 

Feldberger Seenlandschaft

Die Qual der Wahl haben die Einwohner der Feldberger Seenlandschaft. 47 Kandidaten bewerben sich um die 15 Plätze in der Gemeindevertretung. Die meisten Bewerber stehen auch hier auf der Liste der CDU. Es sind 15, darunter vier Frauen.

Bei den anderen Parteien fällt die Frauenquote besser aus: SPD und Die Linke konnten jeweils acht Kandidaten – je vier Frauen und Männer – für die Kandidatur für die Gemeindevertretung gewinnen. Von den neu gegründeten Freien Wählern Feldberger Seenlandschaft kommen sieben Kandidaten – darunter zwei Frauen. Die Wählergemeinschaft Dolgen stellt sechs Bewerber – darunter vier Frauen. Zudem treten ein Mann und eine Frau als Einzelbewerber an. Bündnis 90/ Die Grünen schickt einen Vertreter ins Rennen.

CDU: Bodo Karberg, Jürgen Vinzelberg, Sven Heinrich, Horst-Peter Weisbrich, Michael Rohde, Sandy Schnitzer, Carsten Becker, Sina Weisbrich, Werner Zimmermann, Robert Gardlowski, Dietlind Stolzmann, Ulf Meyer zu Bexten, Renate Dahlke, Friedhelm Thywissen, André Frank

SPD: Monika Friedrich, Stefan Thierau, Lydia Stark, Hans-Joachim Lange, Kathrin Möbus, Guido Frankiw, Janine Weimann, Jörg Godenschweger

Die Linke: Eckhard Sack, Britta Runge, Kathleen Heinze, Volker Heidemann, Karin Sack, Michael Siebeling, Kornelia Mittelstädt, Ralf Thiem

Freie Wähler: Thomas Pfitzner, Conny Pfitzner, Diana Nichtern, Martin Arend, Ringo Müller, Matthias Nest, Stefan Zinck

Wählergemeinschaft Dolgen: Kornelia Kiesow, René Köppe, Kathi Lemke, Mandy Sbach-Siebahn, Maik Suhrbier, Anja Wilke

Bündnis 90/Die Grünen: Ralf Bäsler

Einzelbewerber: Timo Dec und Benita Kunde

Auch wenn die Wahlausschüsse die Namen der Kandidaten veröffentlicht haben, sind die Bewerberlisten weiterhin nur vorläufig. 14 Tage lang kann jetzt nämlich noch gegen die Entscheidung der Ausschüsse Widerspruch eingelegt werden. Das wird aber erfahrungsgemäß nicht passieren, sagt Petra Mewes. Gebe es Gründe für Widersprüche, wären diese nämlich bereits den Wahlausschüssen aufgefallen. „Solche Widersprüche müssen handfest begründet werden“, erklärte sie. Wenn jemandem die Nase oder die Partei eines Kandidaten nicht gefalle, sei dies kein berechtigter Anlass für einen Einspruch.

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